Iran-Krieg als Milliardengeschäft: Wer von der Eskalation profitiert
New York, 10. März 2026 – Die militärische Eskalation im Iran hat nicht nur politische und humanitäre Folgen, sondern schafft auch klare wirtschaftliche Gewinner. Während die globalen Rohölmärkte durch die amerikanischen und israelischen Luftangriffe auf Öldepots extrem volatil geworden sind und steigende Kraftstoffpreise US-Bürger belasten, füllen sich anderswo die Kassen.
Rüstungsgiganten mit prall gefüllten Auftragsbüchern
Die größten Profiteure des größten Nahostkonflikts seit Jahrzehnten sind eindeutig die US-amerikanischen Rüstungsunternehmen. Bei den sogenannten „Großen Fünf“ – Lockheed Martin, RTX, Northrop Grumman, General Dynamics und Boeing – laufen die Produktionslinien auf Hochtouren. Sie liefern Kampfflugzeuge, Raketen, Radarsysteme und andere High-Tech-Waffensysteme an die US-Streitkräfte und verbündete Nationen.
Rüstungsexperte Bill Hartung (70) betont gegenüber BILD: „Die größten Profiteure dieses Krieges sind Lockheed Martin und Raytheon. Sie produzieren genau die teuersten Waffen, die im Konflikt eingesetzt werden – Marschflugkörper, Raketen und Abfangsysteme.“ Ein US-Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse ist beispielsweise mit etwa 90 Tomahawk-Marschflugkörpern bestückt, wobei jede einzelne Rakete rund 2,5 Millionen Dollar kostet.
Militärtechnologie und KI-Unternehmen im Aufwind
Neben der klassischen Rüstungsindustrie profitieren auch Unternehmen aus dem Technologie- und KI-Sektor erheblich. Firmen wie Palantir, die KI-gestützte Software für moderne Kriegsführung und Aufklärung liefern, verzeichnen steigende Aktienkurse. Der von Tech-Milliardär Peter Thiel (58) mitbegründete Konzern, der eng mit Israel kooperiert, konnte zuletzt einen Kursanstieg von neun Prozent verbuchen.
Ebenfalls im Geschäft ist Planet Labs, das durch Pentagon-Verträge für KI-basierte Satellitenüberwachung profitiert. Diese Unternehmen liefern die technologische Infrastruktur für präzise Luftangriffe und Aufklärungsmissionen.
Trump-Familie will am Drohnen-Boom partizipieren
Besonders brisant: Auch die Familie von US-Präsident Donald Trump (79) will von der Kriegskonjunktur profitieren. Die Trump-Söhne Eric (42) und Don Jr. (48) planen, die Drohnenfirma Powerus an die Börse zu bringen und hoffen auf lukrative Regierungsaufträge vom Pentagon. Dies wirft Fragen nach politischer Einflussnahme und Interessenkonflikten auf.
Die in New York lebende Wirtschaftsexpertin Nadja Atwal kommentiert: „Krieg ist die brutalste Form von Industriepolitik: Milliarden für Waffen, bezahlt vom Steuerzahler, kassiert von Aktionären.“ Rüstungsexperte Hartung weist auf die politische Brisanz hin: „Als Kandidat versprach Trump noch, gegen Kriegsprofiteure vorzugehen. Inzwischen wirkt es eher so, als sei er politisch und wirtschaftlich ein Partner dieser Unternehmen.“
Mineralölkonzerne profitieren von steigenden Ölpreisen
Während Verbraucher an den Zapfsäulen die Folgen der Eskalation spüren, verbuchen Mineralölkonzerne aufgrund der höheren Ölpreise steigende Gewinnmargen. Die Angriffe auf iranische Öldepots haben die globale Versorgungssituation verunsichert und die Preise in die Höhe getrieben.
Für die Rüstungsgiganten könnte der Iran-Konflikt nach Einschätzung von Experten zu einem der lukrativsten US-geführten Kriege der letzten Jahrzehnte werden. Die Auftragsbücher sind voll, die Nachfrage nach High-Tech-Waffensystemen ungebrochen – ein Milliardengeschäft auf Kosten von Steuerzahlern und inmitten humanitärer Katastrophen.



