Die hohen Ölpreise bescheren den großen Ölkonzernen satte Gewinne. Der britische Konzern BP verdoppelte seinen Quartalsgewinn im zweiten Quartal 2026 auf 3,9 Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro). Der saudi-arabische Ölriese Aramco steigerte seinen Gewinn im selben Zeitraum um 44 Prozent auf 122,6 Milliarden Riyal (umgerechnet 32,7 Milliarden Dollar). Bereits zuvor hatten Shell sowie die US-Konzerne ExxonMobil und Chevron außergewöhnlich hohe Profite gemeldet.
BP: Gewinn mehr als verdoppelt
BP teilte mit, dass der Gewinn von April bis Juni auf 3,9 Milliarden Dollar gestiegen sei. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 47 Prozent auf 70,1 Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit höheren Verkaufspreisen für Öl und Gas. Zudem hätten sich die Raffineriemargen verbessert und das Kundengeschäft sei besser gelaufen.
Aramco trotzt Versorgungsstörungen
Aramco, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 122,6 Milliarden Riyal (32,7 Milliarden Dollar). Aramco-Chef Amin Nasser betonte: "Trotz der beispiellosen Versorgungsstörungen über die Straße von Hormus haben wir erneut unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind, die Kontinuität unserer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten." Das Unternehmen lieferte täglich Millionen Liter Rohöl über die Ost-West-Pipeline, die die Anlagen am Persischen Golf mit den Exportterminals am Roten Meer verbindet.
Auch andere Konzerne melden Rekordgewinne
Shell hatte bereits am Donnerstag seinen Gewinn für das zweite Quartal auf 10,8 Milliarden Dollar (rund 9,4 Milliarden Euro) verdreifacht. Am Freitag folgten ExxonMobil und Chevron: ExxonMobil konnte seinen Gewinn auf 14,5 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln, Chevron verfünffachte den Gewinn sogar auf 12,1 Milliarden Dollar.
US-Präsident kritisiert Ölkonzerne
US-Präsident Donald Trump äußerte am Montag Unmut über die hohen Gewinne der Ölkonzerne: "Die Ölkonzerne machen zu viel Geld. Das gefällt mir nicht." In den USA sind die Benzinpreise seit Beginn des Iran-Kriegs um mehr als 37 Prozent gestiegen. Für Trump und seine Republikaner ist das ein Problem vor den Kongresswahlen im November.



