Apple MacBook Neo: Der günstige Mac im ausführlichen Test
Mit dem MacBook Neo betritt Apple eine neue Preisklasse. Das Notebook startet bei 699 Euro, für Schüler, Studenten und Lehrkräfte sogar bei 599 Euro. Damit ist es deutlich günstiger als das bisher preiswerteste MacBook Air. Doch wo hat der Konzern gespart, und für wen lohnt sich der Kauf? Ein detaillierter Test gibt Aufschluss.
Gehäuse und Material: Aluminium mit Recyclinganteil
Laut Tom Boger, Apples Vice President of Mac and iPad Product Marketing, war das Aluminiumgehäuse des MacBook Neo „nicht verhandelbar“. Statt des aufwendigen Unibody-Verfahrens mit CNC-Fräsen wird der Korpus jedoch aus Alublechen geformt, was Kosten spart. Shelly Goldberg, Vice President of Mac Hardware Engineering, betont, dass das Ergebnis für Laien wie ein Unibody-Gehäuse aussieht. Apple hebt hervor, dass das Neo mit 60 Prozent den höchsten Recyclinganteil im Apple-Line-up hat – fast eineinhalb Pfund des 1,23 Kilogramm schweren Geräts stammen aus wiederverwertetem Material.
Tastatur und Trackpad: Wesentliche Features mit Einschränkungen
Die Magic Keyboard des MacBook Neo nutzt dieselbe Technik wie bei anderen MacBooks, bietet aber keine Hintergrundbeleuchtung, was in dunklen Umgebungen nachteilig sein kann. Das Trackpad ist kleiner und arbeitet mechanisch statt elektronisch, funktioniert im Alltag jedoch zuverlässig mit Gesten und Klickfunktionen. Boger bezeichnet es als „keine halbe Sache“, da es die essenziellen Features bietet.
Leistung und Akku: iPhone-Chip im Laptop
Herzstück des MacBook Neo ist der A18 Pro Chip aus dem iPhone 16 Pro. Im Test bewältigte er Alltags-Apps wie Pages, Numbers, Pixelmator Pro und Logic Pro X problemlos, solange man sich in moderaten Grenzen bewegt. Selbst das Spiel „Oceanhorn 3“ lief flüssig, während „Cities: Skylines“ noch akzeptabel performte. Der Akku mit 36,5 Wattstunden hielt im Test etwa acht Stunden bei gemischter Nutzung, Apple gibt bis zu 16 Stunden Videostreaming an.
Anschlüsse und Kamera: Sparmaßnahmen spürbar
Das MacBook Neo verfügt über zwei USB-C-Buchsen, eine mit USB-2.0-Geschwindigkeit (480 Mbit/s) und eine mit USB 3 (10 Gbit/s). Ein Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten. Die FaceTime HD-Kamera liefert Full-HD-Bilder, bietet aber keine Center-Stage-Funktion. Die Kopfhörerbuchse funktioniert auch mit hochohmigen Modellen wie dem Sennheiser HD 550.
Zielgruppe und Fazit: Ideal für Einsteiger
Apple zielt mit dem MacBook Neo auf iPhone-Besitzer ohne Computer ab. Boger spricht von „Hunderte Millionen Menschen“, die davon profitieren könnten. Für Heavy-User ist das Neo nicht geeignet, aber für Schüler, Studenten oder Nutzer alter Windows-Laptops bietet es eine attraktive, kostengünstige Alternative. Mit Preisen ab 699 Euro setzt Apple neue Maßstäbe im günstigen Notebook-Segment.



