Merck kauft US-Laborspezialist Bio-Techne für 9,9 Milliarden Euro
Merck kauft Bio-Techne für 9,9 Milliarden Euro

Der Pharma- und Technologiekonzern Merck baut sein Life-Science-Geschäft mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA aus. Für 73 Dollar je Aktie in bar kauft das Dax-Unternehmen den Laborausrüster Bio-Techne, wie Merck am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Unternehmenswert von 11,3 Milliarden Dollar oder umgerechnet 9,9 Milliarden Euro. Der Kaufpreis beinhaltet einen Aufschlag von 36 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs des vergangenen Monats.

Strategische Expansion im Life-Science-Bereich

Mit dem Zukauf will Merck sein Angebot an Forschungswerkzeugen sowie Analysetechnologien erweitern. Das Unternehmen verspricht sich davon mehr Angebot bei Forschung und Analyse sowie hohe Kosteneinsparungen. Ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion werden jährliche Kosteneinsparungen von rund 140 Millionen Euro erwartet. Die Transaktion, die durch Barmittel und neue Kredite finanziert wird, soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden.

Finanzierung und Zeitplan

Merck finanziert die Übernahme aus eigenen Barmitteln und neuen Krediten. Der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Mit dem Zukauf stärkt Merck seine Position im wachsenden Life-Science-Markt, der durch steigende Nachfrage nach Laborausrüstung und Analysetechnologien geprägt ist.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Reaktionen und Ausblick

Analysten bewerteten die Übernahme positiv, da sie Merck Zugang zu neuen Technologien und Kunden verschafft. Der Kaufpreis erscheine angemessen, angesichts des strategischen Werts von Bio-Techne. Merck erwartet, dass die Übernahme ab dem dritten Jahr nach Abschluss einen positiven Beitrag zum Gewinn je Aktie leisten wird. Die Integration von Bio-Techne soll reibungslos verlaufen, da beide Unternehmen ähnliche Kulturen und komplementäre Produktportfolios aufweisen.

Mehr: „Billiger als Atombomben“ – Gentechnik und KI schaffen neue Gefahr durch Biowaffen rtr

Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration