Meta-Aktie bricht nach enttäuschender Prognose ein
Der Facebook-Konzern Meta hat die Wall Street mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Die Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel zeitweise mehr als sechs Prozent, nachdem das Unternehmen einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht stellte. Analysten hatten im Schnitt mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet – das untere Ende der Spanne liegt nun unter dieser Marke.
Meta-Chef Mark Zuckerberg verfolgt ambitionierte Pläne, um im Wettbewerb um Künstliche Intelligenz die Nase vorn zu haben. Der Konzern investiert massiv in KI-Infrastruktur, um mit Rivalen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI, Google sowie Elon Musks KI-Firma xAI gleichzuziehen oder sie zu überflügeln. Diese Strategie erfordert immense Ausgaben, die auch nach Ansicht von Experten und Anlegern mit Risiken verbunden sind.
Investitionen in KI-Infrastruktur steigen weiter
Meta hob das untere Ende der Investitionsspanne für KI-Infrastruktur von 125 auf 130 Milliarden Dollar an, während die Obergrenze bei 145 Milliarden Dollar unverändert blieb. Im Jahr 2025 gab der Konzern dafür gut 72 Milliarden Dollar aus. Die steigenden Kapitalinvestitionen spiegeln Zuckerbergs Entschlossenheit wider, bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz ganz vorne mitzuspielen – auch wenn dies das Risiko birgt, Überkapazitäten bei Rechenzentren aufzubauen.
Einige Marktbeobachter äußern Zweifel, ob sich die Milliardenausgaben langfristig auszahlen werden. Die zurückhaltende Umsatzprognose für das laufende Quartal könnte ein Indiz dafür sein, dass sich die erhofften Erlöse aus KI-Anwendungen noch nicht materialisieren. Meta steht damit vor der Herausforderung, die hohen Investitionen in KI in konkretes Umsatzwachstum umzuwandeln.
Reaktionen der Analysten und Ausblick
Analysten hatten im Vorfeld mit einem optimistischeren Ausblick gerechnet. Die Spanne von 61 bis 64 Milliarden Dollar gilt als vorsichtig, insbesondere angesichts der massiven Ausgaben für KI. Die nachbörslichen Kursverluste zeigen, dass Anleger verunsichert sind und die Rentabilität der KI-Strategie infrage stellen. Meta betonte jedoch, dass die Investitionen notwendig seien, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die endgültigen Quartalszahlen für das abgelaufene Quartal lagen unter den Erwartungen der Wall Street, was zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs ausübte. Meta-Chef Zuckerberg hält an seiner Strategie fest, auch wenn der Markt vorerst skeptisch reagiert. Ob die Milliarden für KI sich auszahlen werden, bleibt abzuwarten.



