In einem Krisengespräch haben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und VW-Einkaufsvorstand Karsten Schnake eine neue Einigung zur Zukunft der Zulieferer Bohai und Schlote im Harz erzielt. Das Treffen fand am Dienstag in der Staatskanzlei in Magdeburg statt, an dem auch der Insolvenzverwalter teilnahm.
Letzter Versuch zur Rettung
Schulze bezeichnete das Gespräch als „letzten Versuch“, um das Bohai-Werk und die Zulieferlandschaft im Harz zu retten. Die Mitarbeiter hatten Anfang Mai vor dem Werkstor in Harzgerode gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze protestiert. Die neue Vereinbarung soll nun die Grundlage für eine langfristige Perspektive der Standorte bieten.
Details der Einigung
Über die konkreten Inhalte der Einigung wurde zunächst Stillschweigen vereinbart. Es wird jedoch erwartet, dass die Produktion in Harzgerode teilweise aufrechterhalten und neue Aufträge für die Zulieferer gesichert werden können. Die Landesregierung zeigte sich optimistisch, dass die Gespräche zu einer Stabilisierung der Beschäftigungslage führen.
Der Ministerpräsident betonte die Bedeutung der Automobilzulieferer für die Region Harz. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz“, so Schulze. VW signalisierte Bereitschaft, die Lieferbeziehungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Die nächsten Schritte sollen in den kommenden Wochen konkretisiert werden.



