SAP-Chef: KI-Transformation – Wir wollen alle schlagen
SAP-Chef: KI-Transformation – Wir wollen alle schlagen

Der Vorstandsvorsitzende von SAP, Christian Klein, hat im Wettbewerb um künstliche Intelligenz (KI) eine Kampfansage an die Konkurrenz aus den USA und China gerichtet. „Wir wollen uns alle schlagen“, sagte Klein bei einer Veranstaltung in Baden-Württemberg. Das Softwareunternehmen aus Walldorf investiert Milliarden in die KI-Transformation und strebt eine führende Position auf dem Weltmarkt an.

Milliardeninvestitionen in KI

SAP hat angekündigt, bis 2025 über 20 Milliarden Euro in KI und verwandte Technologien zu investieren. „Wir sehen ein enormes Potenzial, unsere Kunden mit KI-gestützten Lösungen zu unterstützen“, erklärte Klein. Das Unternehmen will damit nicht nur bestehende Produkte verbessern, sondern auch neue Geschäftsfelder erschließen.

Der Druck aus den USA und China ist groß: US-Konzerne wie Microsoft und Google investieren ebenfalls massiv in KI, während chinesische Firmen wie Alibaba und Tencent aufholen. „Aber wir haben einen entscheidenden Vorteil: unsere tiefe Branchenexpertise“, so Klein.

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Konkurrenz aus Übersee

Die USA und China dominieren derzeit den KI-Markt. Laut einer Studie der Stanford University kommen die meisten KI-Patente aus den USA und China. Europa hinkt hinterher. Doch SAP will das ändern. „Wir haben die Chance, mit europäischen Werten und Datenschutz zu punkten“, betonte Klein.

Der SAP-Chef verwies auf die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Start-ups. „Wir fördern Innovationen, wo immer sie entstehen.“ Zudem setzt das Unternehmen auf Partnerschaften mit Hyperscalern wie Microsoft und Amazon, um die eigene Cloud-Plattform zu stärken.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die KI-Transformation wird auch den Arbeitsmarkt verändern. SAP plant, in den kommenden Jahren Tausende neue Stellen im Bereich KI zu schaffen. „Wir suchen Experten für maschinelles Lernen, Datenanalyse und Softwareentwicklung“, sagte Klein. Gleichzeitig müssen bestehende Mitarbeiter weiterqualifiziert werden.

Kritiker warnen vor Jobverlusten durch Automatisierung. Doch Klein sieht darin eine Chance: „KI wird nicht Arbeitsplätze vernichten, sondern neue schaffen – wenn wir uns richtig darauf vorbereiten.“

Standort Deutschland stärken

Für Klein ist die KI-Transformation auch eine Frage der Standortpolitik. „Wir müssen in Deutschland und Europa die Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen wie SAP im globalen Wettbewerb bestehen können.“ Dazu gehörten Investitionen in die digitale Infrastruktur und eine innovationsfreundliche Regulierung.

Der SAP-Chef forderte die Politik auf, mehr in Bildung und Forschung zu investieren. „Nur so können wir langfristig unabhängig von US-amerikanischen und chinesischen Technologien werden.“

Blick in die Zukunft

SAP will bis 2030 der weltweit führende Anbieter von KI-basierten Geschäftsanwendungen werden. „Unser Ziel ist es, Unternehmen jeder Größe dabei zu helfen, ihre Prozesse zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, so Klein.

Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar: Der Umsatz mit KI-Produkten ist im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen. „Das zeigt, dass unsere Strategie aufgeht“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Doch der Weg ist noch lang. „Der Wettbewerb wird härter, aber wir sind bereit, uns der Herausforderung zu stellen“, betonte Klein. SAP werde weiterhin in Innovationen investieren und seine Kunden auf dem Weg in die KI-Zukunft begleiten.

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