Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig entdeckt
Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig entdeckt

Am Leipziger Flughafen ist in der Nacht eine Drohne nahe einer ukrainischen Maschine gesichtet worden. Nach Angaben eines Nato-Sprechers sicherte die Polizei das Fluggerät. Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt waren. Zuvor hatte die „Bild“ über den Vorfall berichtet.

DHL bestätigt Zwischenfall

Offenbar war auch der Logistikkonzern DHL betroffen. „Es gab in der letzten Nacht einen Zwischenfall in Leipzig“, sagte DHL-Chef Tobias Meyer am Mittwoch in einem Mediengespräch. „Das hatte betriebliche Auswirkungen“, fügte er hinzu, die „durchaus spürbar“ seien. Untersuchungen müssten nun zeigen, was genau passiert sei. Eine DHL-Maschine sei kurz nach dem Start mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Das Flugzeug habe sicher in Hannover landen können.

Ukrainische Flugabwehr überfordert

Bei einem schweren russischen Luftangriff auf das Kiewer Umland konnte die ukrainische Flugabwehr nach eigenen Angaben keine der anfliegenden Raketen abfangen. Die Luftwaffe in Kiew meldete, dass Russland 24 ballistische Raketen Iskander-M, umfunktionierte S-400-Raketen sowie vier Zirkon-Hyperschallraketen eingesetzt habe. Keine davon wurde abgewehrt. Von 115 angreifenden Drohnen wurden 98 abgefangen. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte erneut den Mangel an Abwehrwaffen: „Abfangmunition für ballistische Raketen hätte die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden.“

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Nordkorea verlegt Raketeneinheit

Der ukrainische Geheimdienst berichtet, dass eine nordkoreanische Raketeneinheit mit der Verlegung nach Westrussland begonnen hat. Die Einheit könnte mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, erklärte Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst. Russland plant, die rund 90 Soldaten in der Region Woronesch zu stationieren. Bereits seit Ende 2023 hat Russland nordkoreanische Raketen eingesetzt. Die Entsendung einer eigenen Einheit wäre eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit. Nordkorea hat zudem Millionen Artilleriegranaten geliefert und 14.000 Soldaten in die Region Kursk entsandt.

Russland meldet Angriffe auf Schiffe

Das russische Verteidigungsministerium gab an, drei Frachtschiffe nahe Odessa beschädigt zu haben. Zudem seien Logistikzentren und Versorgungseinrichtungen in Kiew angegriffen worden. In der Region Tula brannte ein Lager des Online-Händlers Wildberries nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Gouverneur Dmitri Miljajew meldete einen Verletzten. Wildberries bestätigte den Angriff und leitete Lieferströme um. Seit Mitte Juli wurden mehr als ein Dutzend Wildberries-Anlagen angegriffen.

Hohe Opferzahlen in Kiew

Bei dem russischen Angriff auf Kiew sind nach Angaben des Rettungsdienstes 14 Menschen getötet und 27 verletzt worden. Mehrere Lagerhäuser in der Region wurden beschädigt. Bürgermeister Vitali Klitschko hatte den Angriff mit ballistischen Raketen bestätigt. Die russische Reederei Fesco nimmt nach dem Untergang der „Janina“ durch ukrainische Seedrohnen keine neuen Aufträge für das Schwarze Meer mehr an.

Polen fängt russischen Aufklärer ab

Die polnische Luftwaffe hat zum dritten Mal innerhalb weniger Tage einen russischen Aufklärer vom Typ Il-20 über der Ostsee abgefangen. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz schrieb auf X, der Jet sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen. Zwei polnische Kampfjets hätten ihn abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden. Die russischen Erkundungsflüge hätten zugenommen. „Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der Nato-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses“, so der Minister.

Weitere Vorfälle

Auf der Krim hat ein Soldat vier Menschen getötet und vier verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Dorf Chmelnyzke. Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Lagerhallen kamen fünf Menschen ums Leben. In der Region Moskau brannte ein Lagerhaus in Tschechow. Russland baut zudem seine LNG-Schattenflotte aus, wie die „Financial Times“ berichtet. Mindestens acht gebrauchte Tanker wurden gekauft, die Flotte umfasst nun 25 Schiffe.

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Getreideexporte bedroht

Ukrainische Getreideexporte brechen wegen russischer Angriffe ein. Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj sagte, alternative Routen könnten erst Ende August die Hälfte der Kapazität erreichen. Seit fast zwei Wochen seien keine Schiffe in die Häfen um Odessa eingelaufen. Die Verluste könnten 1,5 bis drei Milliarden Dollar betragen. Die Ukraine setzt nun auf Schienenverkehr, da die Donau wegen Niedrigwasser nicht nutzbar ist. Zusatzkosten von 45 bis 50 Dollar pro Tonne entstehen. Die Preise für Getreide sind um 30 Prozent gefallen. Wyssozkyj warnte vor steigenden Weltmarktpreisen.