Schwarz Digits: Rolf Schumann verlässt Cloudsparte mit sofortiger Wirkung
Schwarz Digits: Co-Chef Rolf Schumann geht sofort

Die Doppelspitze bei Schwarz Digits ist Geschichte: Rolf Schumann verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, sein bisheriger Co-Chef Christian Müller übernimmt die alleinige Führung. Die Schwarz-Gruppe gab die überraschende Personalie am Freitag per Pressemitteilung bekannt. Erst eine Woche zuvor hatten Schumann und Müller beim Sommerfest der Digitalsparte noch gemeinsam auf der Bühne gestanden und Selfies mit Mitarbeitern gemacht.

Plötzlicher Abgang nach gemeinsamer Aufbauphase

Die beiden Manager hatten den Cloudanbieter seit der Gründung gemeinsam geführt und sich stets als eingespieltes Team präsentiert. In der Werbekampagne des Unternehmens traten sie mit verschränkten Armen und entschlossenen Blicken auf. Nun trennen sich ihre Wege abrupt. Die Schwarz-Gruppe betonte, Schumann verlasse das Unternehmen „nach erfolgreicher Entwicklungsphase“ und „in bestem gegenseitigem Einvernehmen“. Die Sparte setze damit ihre „strategische Fokussierung konsequent fort“.

Konzernchef Gerd Chrzanowski dankte Schumann in der Mitteilung für „seine herausragende Leistung“ und Müller für „die exzellente Zusammenarbeit“. Schumann selbst kam in der Verlautbarung nicht zu Wort. Branchenbeobachter werten den sofortigen Abgang als ungewöhnlich, da Führungskräfte solcher Positionen meist längere Übergangsfristen einhalten.

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Fragen zur Zukunft der Cloudsparte

Die Schwarz-Gruppe ließ viele Details offen. Weder wurden die genauen Gründe für den Führungswechsel genannt, noch gab es Angaben zu Schumanns weiterer beruflicher Zukunft. Analysten sehen in der Neuaufstellung möglicherweise eine strategische Neuausrichtung von Schwarz Digits, das als Cloudanbieter vor allem den Einzelhandel und die Logistikbranche adressiert. Die Sparte gilt als wichtiger Wachstumstreiber innerhalb der Schwarz-Gruppe, zu der auch die Handelsketten Lidl und Kaufland gehören.

Mit Müller an der Spitze setzt der Konzern nun auf eine Einzelführung. Ob dies Auswirkungen auf die Partnerschaften mit Kunden oder die Produktentwicklung haben wird, bleibt abzuwarten. Die Pressemitteilung enthielt keine konkreten Aussagen zu künftigen Strategien oder Zielen.

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