Epstein-kten führen zu Schließung von sechs Firmen von Sarah Ferguson
Die jüngst vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein haben nun auch direkte Auswirkungen auf das britische Königshaus. Wie der britische Guardian unter Berufung auf das britische Firmenregister Companies House berichtet, werden sechs Unternehmen aufgelöst, die mit Sarah Ferguson, der Ex-Frau des früheren Prinzen Andrew, in Verbindung stehen. Hintergrund sind neu veröffentlichte Epstein-Enthüllungen, in denen Kontakte Fergusons zu Jeffrey Epstein thematisiert werden.
Kontakte auch nach Verurteilung Epsteins
Mehrere der bekannt gewordenen Nachrichten stammen aus der Zeit nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. In einem E-Mail-Austausch vom 21. September 2011 schrieb Ferguson demnach: "Ich weiß nicht, ob du noch auf diesem BBM (Black Berry Messenger) bist, aber ich habe vom Duke gehört, dass du einen kleinen Jungen bekommen hast. Auch wenn du nie Kontakt gehalten hast, bin ich immer noch hier, mit Liebe, Freundschaft und Glückwünschen zu deinem kleinen Jungen. Sarah xx". Auf diese E-Mail folgte eine Nachricht mit dem Inhalt: "Du bist verschwunden... Ich wusste nicht einmal, dass du ein Baby bekommst. Für mich war es soooo klar, dass du nur mit mir befreundet warst, um an Andrew heranzukommen. Und das hat mich wirklich tief verletzt. Mehr als du dir vorstellen kannst.".
Folgen für Fergusons Unternehmen und Wohltätigkeitsarbeit
Bei den nun geschlossenen Unternehmen handelt es sich um S Phoenix Events, Fergie’s Farm, La Luna Investments, Solamoon Ltd., Philanthrapreneur Ltd. und Planet Partners Productions Ltd.. Ferguson war dort jeweils als Direktorin eingetragen. Darüber hinaus kündigte auch Fergusons Wohltätigkeitsorganisation "Sarah’s Trust" nach Bekanntwerden der neuen Details an, "auf absehbare Zeit" zu schließen. Mehrere weitere Organisationen haben zudem ihre Beziehungen zu Ferguson beendet.
Hintergrund: Die Verbindung zum britischen Königshaus
Der ehemalige Prinz Andrew soll jahrelang mit dem mittlerweile toten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet gewesen sein. Diese Verbindung erschüttert das britische Königshaus bereits seit längerem. Im vergangenen Oktober wurden Andrew bereits seine königlichen Titel aberkannt. König Charles hat zugesagt, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen Andrew zu unterstützen. Die neuen Enthüllungen über Fergusons Kontakte zu Epstein verstärken nun den Druck auf das Königshaus und führen zu weiteren Konsequenzen im wirtschaftlichen und karitativen Bereich.



