Siemens Energy mit Rekordgewinn dank Windkraft-Wende
Siemens Energy: Rekordgewinn, Gamesa wieder profitabel

Siemens Energy hat im dritten Geschäftsquartal 2026 einen Rekordgewinn von 1,2 Milliarden Euro nach Steuern erzielt – ein Plus von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grund sind die weltweit steigende Stromnachfrage, insbesondere durch Rechenzentren, und die Trendwende bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa, die erstmals seit 2022 wieder positiv zum Ergebnis beiträgt.

Gamesa erstmals seit 2022 profitabel

Die Windkrafttochter Siemens Gamesa erwirtschaftete im Quartal von April bis Ende Juni ein operatives Ergebnis von 56 Millionen Euro, nach einem Minus von 425 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit ist das Unternehmen, das den Konzern jahrelang in die Verlustzone gezogen hatte, wieder auf dem Weg der Besserung. „Wir haben Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Profitabilität erzielt und verbesserten zugleich unsere Effizienz“, sagte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. „Dass unser Windgeschäft erstmals seit 2022 in einem Quartal wieder profitabel ist, ist eine fantastische Leistung des Teams.“

Starke Ergebnisse in anderen Sparten

Obwohl Gamesa eine besonders starke Verbesserung zeigte, stammen die Gewinne vor allem aus anderen Bereichen. Das Geschäft mit Gasturbinen und deren Wartung steigerte sein Ergebnis um rund 60 Prozent auf 645 Millionen Euro. Die Netztechnik verbesserte sich ebenfalls um etwa 60 Prozent auf 718 Millionen Euro. Die Sparte Transformation of Industry trug 218 Millionen Euro bei – ein Plus von rund 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Rekord bei Umsatz und Auftragseingang

Die hohe Nachfrage führte zu Rekorden beim Quartalsumsatz, der um rund 18 Prozent auf 11 Milliarden Euro kletterte, und beim Auftragseingang, der um etwa 8 Prozent auf 18 Milliarden Euro zulegte. Besonders viele Bestellungen kamen aus den USA. Nach drei Quartalen hat Siemens Energy damit bereits 2,8 Milliarden Euro Gewinn eingefahren und liegt auf Kurs für das Jahresziel von rund 4 Milliarden Euro.

Rückgang bei Gamesa-Aufträgen

Ein möglicher Wermutstropfen ist der Einbruch der Auftragseingänge bei Gamesa: Im dritten Quartal lagen sie bei knapp 1,1 Milliarden Euro, nach 4,9 Milliarden im Vorjahr. Laut Siemens Energy ist dies auf einen Großauftrag im Vergleichsquartal zurückzuführen. Allerdings ist das Volumen der neuen Aufträge deutlich kleiner als der abgearbeitete Umsatz von 2,7 Milliarden Euro – und das gilt auch für das gesamte Geschäftsjahr. Trotzdem liegt der Auftragsbestand weiterhin bei 31 Milliarden Euro, sodass von einem akuten Mangel keine Rede sein kann.

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