Der US-Börsenexperte Markus Koch sieht einen anhaltenden Trend: Die Rallye bei KI-Aktien setzt sich fort, vor allem auf Kosten der Software-Werte. Auslöser ist unter anderem ein Bericht von Bloomberg, wonach Starbucks verstärkt auf Künstliche Intelligenz setzen will, um unabhängiger von Softwareanbietern zu werden.
Starbucks als Treiber der Entwicklung
Der Kaffeekonzern plant laut dem Bloomberg-Bericht, eigene KI-Lösungen zu entwickeln, um Prozesse zu optimieren und externe Softwareanbieter weniger notwendig zu machen. Dieser Schritt sei symptomatisch für eine breitere Bewegung in der Wirtschaft, so Koch. „Die Rallye bei den KI-Aktien setzt sich vor allem auf Kosten der Software-Werte fort“, erklärte der Experte gegenüber Handelsblatt Live.
Auswirkungen auf den Aktienmarkt
Die Ankündigung von Starbucks hat bereits Wellen geschlagen: Während KI-bezogene Aktien wie Nvidia oder Alphabet zulegten, gerieten traditionelle Softwareunternehmen wie SAP oder Oracle unter Druck. Koch betont, dass dieser Trend nicht kurzfristig sei, sondern eine strukturelle Verschiebung am Markt darstelle. „Unternehmen erkennen zunehmend den Wert eigener KI-Entwicklungen, was die Nachfrage nach externer Software reduziert“, so der Börsenexperte.
Die Entwicklung könnte langfristig zu einer Neubewertung vieler Softwarefirmen führen. Anleger sollten laut Koch genau beobachten, welche Unternehmen sich anpassen können. „Diejenigen, die KI in ihre Produkte integrieren, werden überleben – andere laufen Gefahr, abgehängt zu werden.“
Zahlen und Fakten
Laut einer Studie von McKinsey steigert der Einsatz von KI die Produktivität in Unternehmen um durchschnittlich 20 bis 30 Prozent. Starbucks selbst hat noch keine konkreten Zahlen genannt, aber Analysten erwarten Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich. Der Aktienkurs des Konzerns legte nach der Ankündigung um 2,5 Prozent zu, während Softwarewerte im Schnitt 1,8 Prozent verloren.
Markus Koch, bekannt für seine Analysen an der Wall Street, sieht darin eine Bestätigung des langfristigen Trends: „KI ist nicht nur ein Hype, sondern verändert fundamental die Wettbewerbslandschaft.“



