Die FIFA hat Jarell Quansah, Verteidiger von Bayer Leverkusen und der englischen Nationalmannschaft, nach einer Roten Karte im Achtelfinale gegen Mexiko für zwei Spiele gesperrt. Der 22-Jährige würde damit erst in einem möglichen WM-Endspiel wieder für England auflaufen können. Das gab der Weltverband am Freitag bekannt.
Quansah hatte im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) nach einem groben Foulspiel die Rote Karte gesehen, allerdings erst nach Konsultation des Videoschiedsrichters (VAR). Die Sperre bedeutet, dass er im Viertelfinale gegen Norwegen am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) sowie im möglichen Halbfinale fehlen wird.
FIFA entscheidet unterschiedlich
Die Entscheidung der FIFA sorgt für Diskussionen, da der amerikanische Stürmer Folarin Balogun trotz einer Roten Karte im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) nicht gesperrt wurde. Balogun durfte im Viertelfinale spielen, was weltweit für Empörung sorgte. Die FIFA hatte damals auf eine Sperre verzichtet, was als ungewöhnlich milde bewertet wurde.
Quansah, der in der laufenden Saison für Leverkusen in der Bundesliga überzeugte, ist ein wichtiger Bestandteil der englischen Defensive unter Trainer Thomas Tuchel. Sein Fehlen könnte sich im Viertelfinale gegen die starken Norweger bemerkbar machen.
Die FIFA begründete die Sperre mit der Schwere des Fouls und der Notwendigkeit, klare Regeln durchzusetzen. Ein Sprecher sagte: „Die Disziplinarkommission hat den Vorfall geprüft und die Sperre als angemessen erachtet.“



