Wimbledon-Finale: Tschechinnen Noskova und Muchova stehen sich gegenüber
Tschechinnen Noskova und Muchova im Wimbledon-Finale

Mit diesem Finale hat wohl kaum jemand gerechnet! Die Tschechinnen Linda Noskova (21) und Karolina Muchova (29) stehen sich am Sonnabend im Endspiel von Wimbledon gegenüber. Noskova schlug die Ukrainerin Marta Kostyuk (24) 6:4, 6:4, zuvor erlebten 15.000 Zuschauer das 6:2, 1:6, 7:6 von Muchova gegen die Amerikanerin Coco Gauff (22). Das letzte Mal, dass sich auf dem heiligen Rasen zwei Spielerinnen aus demselben Land gegenüber standen, waren 2008 und 2009 die Williams-Schwestern Serena (44) und Venus (46) aus den USA.

Duell der Turniersiegerinnen

Noskova gegen Muchova, es ist auch das Duell der Siegerinnen der deutschen Vorbereitungsturniere. Noskova gewann in Berlin, Muchova eine Woche später in Bad Homburg. Doch beinahe wäre dieses Endspiel nicht zustande gekommen. Muchova musste gegen Gauff beim 8:9 im Tiebreak des dritten Satzes einen Matchball abwehren, bevor sie ihren zweiten verwandelte. „Es klingt wirklich schön, im Finale zu sein. Es war eine Achterbahnfahrt, nervenaufreibend. Ich zittere förmlich“, sagte Muchova.

Muchovas Weg ins Finale

Die 29-Jährige hatte 2023 das Finale der French Open gegen die Polin Iga Świątek (25) verloren. „Ich bin einfach unglaublich froh und glücklich, dass ich die Chance habe, ein weiteres Finale zu spielen“, so Muchova. Das bislang einzige Duell der beiden gewann Muchova gegen Noskova bei den US Open 2025 in drei Sätzen. In der Weltrangliste sind beide dicht zusammen: Muchova ist Neunte, Noskova Zwölfte. Durch den Erfolg sind nun beide sicher in den Top 10. Muchova könnte bis auf Platz 4 springen, Noskova auf Position 7. Dazu gibt es für die Siegerin 4,2 Millionen Euro.

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Körperlicher und mentaler Kampf

Muchova: „Es war hart, körperlich und mental. Am Ende spürte ich Stiche. Ich hatte nichts mit meinem Bauch. Ich konnte einfach nicht atmen. Ich habe nur versucht, es ein wenig zu massieren, um es wegzukriegen. Es war letztlich ein reiner Kampf.“ Noskova hatte anschließend überraschend wenig Mühe mit Kostyuk, die nie richtig in die Partie kam. Zweimal 6:4, danach ließ sie den Schläger fallen und schaute ungläubig in die jubelnde Runde. „Ich habe versucht, geduldig und cool zu bleiben“, sagte sie. Ob sie ruhig schlafen könne, sollte sie auf dem Platz noch schnell erzählen. „Ich schlafe immer gut. Ich hoffe, das ändert sich nicht“, ist sie sich sicher.

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