US-Experte: Irankrieg könnte Trumps Präsidentschaft beenden
US-Experte: Irankrieg könnte Trumps Präsidentschaft beenden

132 Tage nach Beginn der US-Offensive gegen den Iran steckt Präsident Donald Trump in einer militärischen und politischen Sackgasse. Was als schneller Sieg geplant war, entwickelt sich zunehmend zu einem „Quagmire“ – einem Sumpf, aus dem es kein einfaches Entkommen gibt. Der US-Politologe Scott Erb warnt gegenüber BILD: „Dieser Krieg könnte tatsächlich Trumps Präsidentschaft versenken und ihn zur lahmen Ente machen.“

Trumps Fehlkalkulation: Iran widersteht entgegen aller Erwartungen

Trump hatte offenbar auf eine schnelle Enthauptung des iranischen Regimes gesetzt: die Tötung von Oberstem Führer Ali Chamenei (†86) sollte zur raschen Kapitulation der Hardliner-Regierung führen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Stattdessen flogen die US-Streitkräfte in zwei Nächten Angriffe gegen 170 iranische Ziele, während der Iran Raketen auf US-Basen am Golf abfeuerte. „Trump hat die Macht der USA überschätzt, den Iran unterschätzt – und erwartet, Teheran werde einknicken wie zuvor Venezuela“, analysiert Erb.

Erratischer Kurs des Weißen Hauses

Der US-Präsident zeigt einen zunehmend widersprüchlichen Kurs: Mal lobte er die neue Führung unter Chameneis Sohn Modschtaba (56) als „rational“, dann beschimpfte er sie als „Abschaum“ und Lügner. Dazwischen wechseln wilde Drohungen mit Friedenssignalen. Diese Inkonsistenz spiegelt die strategische Ratlosigkeit wider, in der sich die US-Regierung befindet.

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Neue Bedrohung: Straße von Hormus blockiert

Ein besonders bitterer Nebeneffekt des Krieges: Die Ölroute durch die Straße von Hormus ist erneut blockiert. Nach iranischen Angriffen schafften am Donnerstagmorgen nur zwei Tanker die Passage. Dieses Problem gab es vor dem Krieg nicht. Die Golfstaaten, die unter den iranischen Gegenschlägen und Ölblockaden leiden, zeigen sich zunehmend verärgert. Der frühere US-Militärgeheimdienstler Michael Pregent warnt: „Die größte Gefahr ist, dass dieser Krieg am Ende für nichts geführt wurde.“

Innepolitischer Druck wächst

Die Kriegskosten und die steigenden Preise setzen Trump innenpolitisch unter Druck. Die Umfragewerte sinken, und selbst in den eigenen Reihen der Republikaner wächst der Widerstand. Der Sinkflug in den Umfragen sei ein erstes Indiz für den drohenden Machtverlust, so Erb. Sollte sich der Krieg weiter hinziehen, könnte Trump zum „lame duck“ werden – einer Präsidenten, der seine Durchsetzungsfähigkeit verloren hat.

Fazit: Ein Krieg ohne Ausweg?

Die USA stecken im Iran tiefer fest als erwartet. Weder militärische Schläge noch diplomatische Vorstöße haben bisher den gewünschten Erfolg gebracht. Die Frage, ob Trump einen Ausweg aus dem „Quagmire“ findet, bleibt offen. Klar ist: Der Krieg hat die Region destabilisiert und die Position der USA geschwächt. Ob die Iran-Offensive am Ende als Trumps Vietnam in die Geschichte eingehen wird, hängt von den nächsten Wochen ab.

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