Sonos Play: Neuer kompakter Lautsprecher nach App-Krise markiert Neustart
Sonos Play: Neuer Lautsprecher nach App-Debakel

Sonos Play: Neustart nach verheerendem App-Umbau

Der Pionier vernetzter Multiroom-Lautsprecher, Sonos, meldet sich nach einer tiefgreifenden Krise mit einem neuen Produkt zurück. Seit dem desaströsen Umbau der Smartphone-App im Mai 2024 war das Unternehmen mit umfangreichen Aufräumarbeiten beschäftigt. Nun präsentiert es mit dem Sonos Play den ersten neuen Lautsprecher seit fast zwei Jahren – ein kompaktes Gerät, das sowohl im Haushalt per WLAN als auch mobil via Bluetooth genutzt werden kann.

Technische Details und Preisgestaltung

Der gut 19 Zentimeter hohe Sonos Play verfügt über zwei im Winkel angeordnete Hochtöner, die Stereo-Ton ermöglichen. Eine besondere Stärke ist die Akkulaufzeit: Mit einer einzigen Ladung soll der Lautsprecher bis zu 24 Stunden durchhalten, was ihn ideal für den Einsatz unterwegs macht. Als Einstiegsmodell führt Sonos parallel den Era 100 SL für 199 Euro ein – eine um 30 Euro günstigere Version des Vorgängermodells ohne Mikrofone.

Der Play positioniert sich preislich zwischen dem netzabhängigen Era 100 (229 Euro) und dem ebenfalls mobilen größeren Bruder Move 2 (499 Euro). Mit einem Preis von 349 Euro sieht Firmenchef Tom Conrad in dieser Gerätekategorie das „Rückgrat“ der Produktfamilie. „Wir haben mit den neuen Geräten versucht, den perfekten Einstiegspunkt in unser System zu schaffen“, erklärt Conrad und äußert die Hoffnung auf Millionen neuer Haushalte.

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Die App-Krise und ihre Folgen

Sonos hatte sich in rund zwei Jahrzehnten eine treue Nutzerbasis aufgebaut, doch der misslungene App-Umbau stürzte das Unternehmen im Mai 2024 in eine existenzielle Krise. Das grundlegende Update sollte eigentlich die Steuerung vereinfachen und die technische Basis für neue Produkte wie die ersten Sonos-Kopfhörer schaffen. Stattdessen klagten Nutzer über fehlende Funktionen und massive Verbindungsprobleme.

Es dauerte Monate, die gravierenden Fehler zu beheben und weggefallene Fähigkeiten zurückzubringen. Die Reparaturarbeiten an der App zwangen Sonos sogar dazu, die Vorstellung neuer Geräte zu verschieben. Die Konsequenzen waren drastisch: Die Probleme kosteten Conrads Vorgänger Patrick Spence den Job.

Lektionen gelernt und neue Strategien

Sonos-Chef Tom Conrad verspricht nun, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. „Wir haben alle Lektionen gelernt, die wir lernen konnten“, betont er im Zusammenhang mit dem App-Debakel. Künftige App-Umgestaltungen sollen nicht mehr wie im Mai 2024 für alle Nutzer zur Pflicht gemacht werden. Stattdessen plant das Unternehmen, Änderungen zunächst in größerem Rahmen zu testen und den Umstieg nicht vorzuschreiben.

„Der größte Fehler des damaligen Sonos-Managements war, dass man die Leistungsschwächen der neuen App beim massenhaften Einsatz in der realen Welt nicht vorher erkannt hat“, analysiert Conrad. Heute verfüge man über die notwendigen Werkzeuge, um Software vor der Veröffentlichung gründlich zu prüfen. Eine zentrale Erkenntnis: Auch bei kleinsten Änderungen müssten die Wünsche der Nutzer respektiert werden.

Mit dem Sonos Play und der angepassten Produktstrategie hofft der Lautsprecher-Spezialist, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen und in eine erfolgreiche Zukunft zu starten.

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