Trumpf beendet Krise: Starkes US-Geschäft und Chip-Monopol treiben Wachstum
Trumpf beendet Krise: Starkes US-Geschäft und Chip-Monopol

Der Laserspezialist Trumpf hat nach drei Jahren mit rückläufigem Auftragseingang die Trendwende geschafft. Vor allem das starke US-Geschäft und die einzigartige Monopolstellung bei EUV-Lasern für die Chipindustrie bescherten dem Familienunternehmen im Geschäftsjahr 2025/26 einen Auftragseingang von 4,5 Milliarden Euro – ein Plus von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,2 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg leicht auf knapp über 4,34 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,33 Milliarden Euro).

US-Geschäft als Wachstumsmotor

Das US-Geschäft von Trumpf legte um 16 Prozent auf rund 760 Millionen Euro zu. Damit lösen die USA Deutschland als größten Einzelmarkt ab. Im Vorjahr war der US-Umsatz noch um 16 Prozent eingebrochen. Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller spricht von einer „leichten konjunkturellen Trendwende“. In Deutschland hingegen sank der Umsatz um sechs Prozent auf rund 660 Millionen Euro (Vorjahr: 700 Millionen Euro). Grund seien die industriellen Standortprobleme und die Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen.

Chipgeschäft sichert Monopolstellung

Das Geschäft von Trumpf wird maßgeblich von der Chiptechnologie getragen. Der Partner ASML bestellt zunehmend mehr EUV-Laser von Trumpf, die eine exklusive Schlüsselkomponente für die Lithografie-Maschinen von ASML darstellen. Nur mit diesen Lasern können die Chipgiganten Samsung, TSMC und Intel die modernsten Chips der Welt produzieren. Trumpf profitiert von dieser einzigartigen Monopolsituation. „Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, in dem wir weiteres Wachstum erwarten“, sagte Leibinger-Kammüller.

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Schwächen in Deutschland und China abgeschwächt

In China sank der Umsatz um sieben Prozent auf rund 450 Millionen Euro (Vorjahr: 482 Millionen Euro). Die Rückgänge in beiden Ländern haben sich jedoch abgeschwächt: In Deutschland betrug das Minus im Vorjahr noch 15 Prozent, in China sogar 22 Prozent. Mahle-Chef Arnd Franz bestätigte den Trend: „Investitionen in Deutschland lohnen sich bei den hohen Lohnstückkosten für Autozulieferer nicht mehr.“

Sparprogramm und Stellenabbau

Das Unternehmen hatte 2025 mit einem rigiden Sparkurs reagiert und die Kosten um 350 Millionen Euro gesenkt. Dazu gehörte der erste größere Stellenabbau seit zwei Jahrzehnten: 1000 Stellen in Deutschland wurden gestrichen. Die weltweite Mitarbeiterzahl sank auf 16.960 (minus 800), in Deutschland auf 8200 (minus 700). Am Stammsitz in Ditzingen verringerte sich die Belegschaft um 550 auf 5350.

Ausblick und neue Geschäftsfelder

Trumpf entwickelt zudem Komponenten für die lasergestützte Drohnenabwehr – erstmals in Partnerschaft mit Rohde & Schwarz für Rüstungssysteme. „Wir sind in wichtigen Entwicklungsprojekten spürbar vorangekommen“, so Leibinger-Kammüller. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr weiteres Wachstum.

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