Mehr als 10.000 Menschen in den USA sind an einer durch den Parasiten Cyclospora verursachten Durchfallerkrankung erkrankt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC bestätigte 10.468 Infektionen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Zusätzlich sind über 12.255 unbestätigte Fälle bekannt, die weiter untersucht werden. Bisher führte die Erkrankung zu 517 Krankenhausaufenthalten und zwei Todesfällen.
Ausbruch betrifft fast alle Bundesstaaten
Nahezu alle Bundesstaaten melden inzwischen bestätigte Fälle. Das Gesundheitsministerium in Michigan berichtet sogar von 11.508 Infektionen, wobei die Zahlen der CDC hinter den Meldungen der Bundesstaaten zurückbleiben können. Die beiden Todesopfer stammen aus Michigan und hatten laut dem dortigen Gesundheitsministerium erhebliche Vorerkrankungen.
Die Cyclosporiasis-Infektionen seien im Allgemeinen keine lebensbedrohlichen Erkrankungen, betonte die Behörde. Der Parasit wird über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen und befällt den Dünndarm, was zu wässrigem Durchfall mit häufigem, teils heftigem Stuhlgang führt.
Eisbergsalat aus Mexiko im Visier
Die Ermittler haben für einen Ausbruch in neun Bundesstaaten Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko als möglichen Verursacher im Blick. Die Untersuchungen dazu laufen noch, hieß es auf der CDC-Website. Cyclospora-Ausbrüche treten typischerweise im Sommer auf und werden mit frischem Obst und Gemüse in Verbindung gebracht, darunter Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen, Zuckerschoten und verschiedene Salate.
Die Erkrankung ist seltener als andere Lebensmittelvergiftungen wie Salmonellen oder E.coli. In den USA wurden jahrelang nur wenige Cyclospora-Ausbrüche gemeldet, doch seit etwa zehn Jahren steigt die Zahl. Besonders deutlich war der Anstieg 2018 und 2019, als mit rund 4700 Fällen der bisherige Höchststand erreicht wurde.
Gesundheitsbehörden raten zu Vorsicht
Angesichts der aktuellen Zahlen empfehlen Experten, beim Verzehr von frischem Obst und Gemüse besondere Vorsicht walten zu lassen. Die CDC rät, Lebensmittel gründlich zu waschen und auf eine gute Küchenhygiene zu achten. Betroffene mit schweren oder anhaltenden Symptomen sollten einen Arzt aufsuchen.
Die Behörden arbeiten weiterhin an der Identifizierung der Infektionsquellen, um den Ausbruch einzudämmen. Die Öffentlichkeit wird gebeten, aufmerksam zu bleiben und mögliche Symptome ernst zu nehmen.



