Mehr als 200.000 gefälschte Kondome aus China sind in Europa angeboten worden. Die Verhütungsmittel seien unter dem Namen und mit dem Logo einer bekannten Marke vertrieben worden, teilte das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) mit. Den genauen Markennamen nannte die Behörde mit Sitz in Brüssel auf Anfrage nicht.
Gefährliche Fälschungen ohne Qualitätskontrolle
„Gefälschte Kondome sind gefährlich. Sie sind nicht getestet, unkontrolliert und unsicher“, sagte Olaf-Direktor Petr Klement. Solche Produkte ermöglichten die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten. Die gefälschten Präservative erfüllen der Behörde zufolge nicht die EU-Qualitätsanforderungen für medizinische Güter, wenn es etwa um Tests auf Haltbarkeit, Stabilität oder Verunreinigungen geht.
Schmuggelroute aufgedeckt
Die europäische Behörde hat die Schmuggelroute der falschen Kondome ausfindig gemacht. Demnach untersuchte Olaf gemeinsam mit Zollbehörden in Rumänien, Serbien und Spanien beschlagnahmte Produkte, nachdem sie erste Hinweise von nationalen Behörden erhalten hatte. Die gefälschten Kondome mit einem geschätzten Marktwert von mehr als 200.000 Euro stammten aus der gleichen Quelle aus China und seien fälschlicherweise als Spielzeuge ausgegeben worden. Die Exporteure der Ladungen habe Olaf in Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden ausfindig machen können.



