Laut einer aktuellen Umfrage der Auskunftei Crif sorgen sich knapp vier von fünf Deutschen (79 Prozent) um ihre finanzielle Situation. Damit liegt Deutschland leicht über dem Durchschnitt von fünf europäischen Ländern (78 Prozent). Für die Studie wurden 5.000 Verbraucher in Deutschland, Irland, Italien, Polen und Großbritannien befragt.
Jeder vierte Deutsche erwartet Verschlechterung
Von den rund 1.000 Teilnehmenden in Deutschland rechnen 28 Prozent in den kommenden zwölf Monaten mit einer schlechteren eigenen finanziellen Lage. 38 Prozent gehen davon aus, am Monatsende weniger Geld zur Verfügung zu haben. 18 Prozent befürchten, ihre Rechnungen künftig nicht mehr pünktlich zahlen zu können, und sieben Prozent sorgen sich um ihre Miet- oder Hypothekenzahlungen.
Krisenfolge prägt Sicherheitsgefühl
Die Ergebnisse zeigten, dass viele Verbraucher trotz erster Stabilisierungssignale weiterhin unter Druck stünden, erklärte Crif-Geschäftsführer Frank Schlein. „Viele Menschen erleben seit Jahren eine Abfolge von Krisen und Unsicherheiten, die ihr Sicherheitsgefühl nachhaltig beeinflusst. Die permanente Konfrontation mit neuen Belastungsfaktoren führt dazu, dass finanzielle Vorsicht für viele zur neuen Normalität geworden ist.“
Mehrheit will sparen oder Ausgaben kürzen
Eine Mehrheit von 51 Prozent der Befragten will die finanzielle Unsicherheit durch Sparen in den Griff bekommen. 32 Prozent planen, ihre Ausgaben leicht zu senken, 19 Prozent sogar deutlich. Im täglichen Konsum achtet ein Viertel verstärkt auf Rabatte und Sonderangebote. Bereits 15 Prozent greifen auf ihre Ersparnisse zurück, um laufende Ausgaben zu finanzieren.



