Berlin verabschiedet am Donnerstag das bundesweit erste Mietenkataster. Das Gesetz soll für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen und Verstöße gegen die Mietpreisbremse besser ahndbar machen. Vermietervertreter zeigen sich bereits alarmiert.
Was ist das Mietenkataster?
Das Mietenkataster ist eine zentrale Datenbank, in der alle rund 1,7 Millionen Mietverträge in Berlin erfasst werden sollen. Vermieter müssen Angaben zu Wohnungsgröße, Adresse und Quadratmeterpreis an die Senatsverwaltung melden. Die Daten werden mit einer KI-Anwendung durchsuchbar gemacht, um Verstöße gegen die Mietpreisbremse zu identifizieren.
Wie soll das Kataster helfen?
Die schwarz-rote Koalition erhofft sich durch das Kataster einen besseren Überblick über überhöhte Mieten. Bislang war es für Mieter oft schwierig, Verstöße nachzuweisen. Mit der zentralen Erfassung sollen Behörden künftig schneller und gezielter gegen Mietpreisüberhöhungen vorgehen können.
Reaktionen der Vermieter
Vermietervertreter reagieren alarmiert. Sie befürchten einen hohen bürokratischen Aufwand und mögliche Datenschutzprobleme. Ein Sprecher des Berliner Haus- und Grundbesitzervereins sagte: „Das Kataster ist ein weiterer Angriff auf die Eigentumsrechte und wird zu mehr Regulierung führen, ohne tatsächlich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“
Ausblick
Ob das Mietenkataster tatsächlich zu sinkenden Mieten führt, bleibt abzuwarten. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Transparenz, warnen aber vor zu hohen Erwartungen. Die Daten sollen ab 2025 erhoben werden.



