Gurken brauchen kein eigenes Beet. Im Gegenteil: Mit den richtigen Nachbarn wachsen sie oft sogar besser. Die passende Mischkultur kann Schädlinge fernhalten, Krankheiten vorbeugen und das Wachstum fördern. Entscheidend ist nur, welche Pflanzen sich das Beet mit den Gurken teilen. Denn manche unterstützen sich gegenseitig, andere nehmen sich Wasser, Nährstoffe und Platz.
Gurken profitieren von Gemüse-Nachbarn
Zwiebelgewächse wie Knoblauch, Zwiebeln und Lauch passen gut neben Gurken. Sie helfen dabei, Schädlinge wie die Weiße Fliege auf Abstand zu halten, weiß myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Auch Leguminosen wie Bohnen und Erbsen sind ideale Beetnachbarn. Sie binden Stickstoff aus der Luft und machen ihn für Pflanzen verfügbar. Gurken haben einen hohen Stickstoffbedarf und profitieren deshalb von diesen natürlichen Stickstofflieferanten.
Kohl und Salat passen gut zu Gurken
Blumenkohl, Brokkoli, Weißkohl, Wirsing und Rosenkohl eignen sich gut für die Mischkultur. Zwar gehören sie ebenfalls zu den starkzehrenden Gemüsearten, doch ihre Wurzeln reichen deutlich tiefer in den Boden als die flachwurzelnden Gurken. Deshalb konkurrieren sie nicht um dieselben Nährstoffe. Auch Salate harmonieren gut mit Gurken. Sie wurzeln ebenfalls tiefer und bringen noch einen weiteren Vorteil mit: Mit ihrem dichten Wuchs bedecken sie den Boden wie eine natürliche Mulchschicht und sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt.
Diese Kräuter schützen Gurken
Petersilie, Fenchel, Koriander, Kümmel und Bohnenkraut sind gute Nachbarn für Gurken. Ihr Duft soll dabei helfen, Schädlinge fernzuhalten. Auch Dill kann den Gurken nutzen. Er soll die Keimfähigkeit fördern und sich positiv auf das Wachstum der Gurkenpflanzen auswirken. Basilikum bietet den Gurken außerdem einen gewissen Schutz vor Mehltau. Zumindest kann das Kraut den Ausbruch der Krankheit verzögern.
Blühpflanzen helfen Gurken im Beet
Borretsch, auch als Gurkenkraut bekannt, lockt mit seinen blauen Blüten zahlreiche bestäubende Insekten an. Tagetes sind ebenfalls wertvolle Beetpartner. Über ihre Wurzeln ziehen sie Fadenwürmer, sogenannte Nematoden, an. Dringen diese in die Wurzeln ein, bildet die Pflanze Giftstoffe, die die Nematoden abtöten. Manche Gärtner setzen Tagetes auch ein, um Schnecken vom Gemüse abzulenken, weil sie bei diesen Tieren sehr beliebt sind. Gurken sollten also mit einem gewissen Abstand neben Tagetes gesetzt werden. Auch Ringelblumen gelten als gute Nematodenkiller. Gleichzeitig ziehen ihre orangegelben Blüten viele Insekten an, die auch die benachbarten Gurken bestäuben. Kapuzinerkresse ergänzt die Mischkultur ebenfalls gut. Mit ihren vielen Blättern bedeckt sie den Boden und schützt ihn vor dem Austrocknen.
Diese Pflanzen gehören nicht neben Gurken
Nicht jede Kombination funktioniert. Kürbis und Zucchini gehören wie Gurken zu den Kürbisgewächsen und sind anfällig für dieselben Krankheiten. Deshalb sollten sie nicht direkt nebeneinander wachsen. Auch Tomaten, Rettich und Radieschen gelten als ungünstige Nachbarn für Gurken.



