Annette Bening: Kind als Karrierekiller? Angst auch in Hollywood
Annette Bening: Kind als Karrierekiller? Angst in Hollywood

Schauspiel-Ikone Annette Bening (68) hat im exklusiven BILD-Interview so offen wie nie über eine große Sorge gesprochen, die sie umtrieb: Kinder zu bekommen – und dadurch als Schauspielerin in der Versenkung zu verschwinden. Diese Angst kennen nicht nur Millionen Frauen mit einem ganz normalen Job, sondern selbst die größten Stars Hollywoods.

Der Spagat zwischen Kind und Karriere

Annette Bening, die aktuell in den Filmen „Dutton Ranch“ und „Lucky“ zu sehen ist, hat vier gemeinsame Kinder mit ihrem Ehemann und Hollywood-Kollegen Warren Beatty (89). Sie gibt zu: Der Spagat zwischen Kind und Karriere war auch für sie kein leichter. „Ich hatte wirklich Angst, dass meine Karriere vorbei sein könnte, wenn ich Kinder bekomme“, verrät sie BILD. Diese Sorge sei in der Filmbranche allgegenwärtig, viele Schauspielerinnen würden sich zwischen Familie und Beruf entscheiden müssen.

Wie das Paar das Projekt Familie meisterte

Doch Bening und Beatty fanden einen Weg, beide Welten zu vereinen. „Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt“, erklärt die Oscar-nominierte Schauspielerin. „Es war nie eine Frage, dass einer von uns seine Karriere aufgeben müsste.“ Stattdessen planten sie ihre Projekte so, dass immer einer der Elternteile bei den Kindern sein konnte. „Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, so Bening.

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Die 68-Jährige betont, wie wichtig es sei, offen über diese Ängste zu sprechen. „Viele Frauen haben das Gefühl, sie müssten sich schämen, wenn sie sowohl Karriere als auch Familie wollen. Aber das ist völlig normal.“ Sie hofft, dass ihr Beispiel anderen Mut macht, den eigenen Weg zu gehen.

Ein Tabuthema in Hollywood

Das Thema Kind als Karrierekiller ist in Hollywood nach wie vor ein Tabu. Laut einer Studie der University of Southern California haben Schauspielerinnen mit Kindern im Durchschnitt weniger Rollenangebote als kinderlose Kolleginnen. Bening selbst erlebte dies am eigenen Leib: „Nach der Geburt meines ersten Kindes wurde es tatsächlich ruhiger um mich. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen.“

Mit ihrer Offenheit hofft Bening, ein Zeichen zu setzen. „Es ist wichtig, dass wir darüber reden, damit sich etwas ändert. Keine Frau sollte sich zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen.“

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