Jacobs läuft 9,67 Sekunden bei zu starkem Rückenwind
Jacobs läuft 9,67 Sekunden bei zu starkem Wind

Olympiasieger Marcell Jacobs hat bei einem Rennen in Eisenstadt, Österreich, die drittschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte erzielt. Der Italiener wurde in 9,67 Sekunden gestoppt – allerdings bei einem Rückenwind von 4,1 Metern pro Sekunde, weit über dem zulässigen Limit von 2,0 m/s für Rekordanerkennung.

Historische Zeit unter irregulären Bedingungen

Nur Jamaikas Sprint-Legende Usain Bolt war jemals schneller: Bolts Weltrekord von 9,58 Sekunden (Berlin 2009) und seine olympische Goldzeit von 9,63 Sekunden (London 2012) wurden bei regulären Windbedingungen erzielt. Jacobs' Lauf ist damit die schnellste je gemessene Zeit bei zu starkem Wind.

„Ich habe gehört, die Bahn hier in Eisenstadt ist schnell, jetzt habe ich selber bewiesen, dass sie eine der schnellsten der Welt ist“, sagte Jacobs nach dem Rennen laut dem Österreichischen Leichtathletik-Verband. Der 31-Jährige gewann 2021 Olympia-Gold in Tokio und peilt nun den EM-Titel Mitte August in Birmingham an. „Die Form stimmt, und ich bin auf einem guten Weg“, ergänzte er.

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Deutscher Rekordhalter Owen Ansah dabei

Im Rennen lief auch der deutsche Rekordhalter Owen Ansah (Hamburger SV), der seine nationale Bestmarke zuletzt auf 9,98 Sekunden verbessert hatte. In Eisenstadt wurde er Fünfter in 10,00 Sekunden – genau eine Zehntelsekunde hinter Jacobs.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr die hohe Qualität der Bahn in Eisenstadt, die bereits in der Vergangenheit für schnelle Zeiten bekannt war. Trotz des irregulären Windes bleibt Jacobs' Leistung ein starkes Zeichen seiner aktuellen Form.

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