BUND-Report: Berlins Kleingewässer in schlechtem Zustand – Amphibien gefährdet
Berlins Teiche in schlechtem Zustand: BUND schlägt Alarm

Viele Berliner Kleingewässer sind in einem schlechten Zustand – und das auf Kosten von Fröschen, Kröten und Molchen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat 2025 insgesamt 50 Kleingewässer in neun Berliner Bezirken untersucht und festgestellt: Bei den meisten hat sich wenig zum Besseren gewendet. Der Verband veröffentlichte die Ergebnisse am Mittwoch im aktuellen Kleingewässerreport.

Untersuchung von 50 Kleingewässern in neun Bezirken

Für die Bewertung zog der BUND Gewässer heran, die in den Vorjahren bereits negativ aufgefallen waren. Als schlecht gepflegt gilt ein Teich demnach etwa, wenn er stark zugewachsen oder zu flach geworden ist. Alle untersuchten Gewässer lagen in der Zuständigkeit der bezirklichen Straßen- und Grünflächenämter.

Der schlechte Zustand hängt laut dem Verband auch mit Personal- und Geldmangel in den Bezirken zusammen. Die Pflege bezirklicher Gewässer werde in der Regel aus Mitteln für Grünanlagen bezahlt. Aus denselben Töpfen müssten aber etwa auch Müllbeseitigung, Spielplätze sowie Pflanzen- und Baumpflege finanziert werden.

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Bessere Bilanz bei landeseigenen Gewässern

Bei landeseigen betreuten Gewässern fällt die Bilanz besser aus. 2024 nahmen die Umweltschützer 84 Kleingewässer unter die Lupe, die von der Umweltverwaltung betreut werden. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent der untersuchten Gewässer könnten der Einschätzung nach zumindest theoretisch noch Lebensraum für Frösche, Kröten und Molche bieten – manche gut, andere nur eingeschränkt. Die Untersuchungen aus 2024 und 2025 seien aber nicht direkt miteinander vergleichbar, weil es sich um unterschiedliche Gewässertypen handele, hieß es.

Forderungen des Umweltverbandes

Der Umweltverband fordert unter anderem eine dauerhafte und verlässliche Pflege von Kleingewässern und eine Stärkung der bezirklichen Straßen- und Grünflächenämter. „Die bezirklichen Ämter sind chronisch unterfinanziert und personell unterbesetzt“, kritisierte ein BUND-Sprecher. „Ohne zusätzliche Mittel werden die Teiche weiter verfallen und die Amphibienbestände schrumpfen.“

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