Nach der Taschenpfändung bei Boris Becker (58) gibt es die nächste überraschende Wendung. Die Uhr, die der Tennis-Legende vergangene Woche abgenommen wurde, könnte gar nicht echt sein. Bei BILD nimmt Becker dazu exklusiv über seinen Anwalt Stellung.
Hintergrund der Pfändung
Bei Becker war am 21. Juni während einer Veranstaltung in Bad Honnef eine Taschenpfändung durchgeführt worden. Kurz vor einer Tombola erschienen drei Polizeibeamte und ein Gerichtsvollzieher. Der Direktor des Amtsgerichts Königswinter, Oliver Schoenijahn, erklärte damals, Becker habe kooperiert. Bargeld habe er nicht dabeigehabt. Deshalb sei lediglich seine Armbanduhr (Wert: rund 6000 Euro) gepfändet worden. Hintergrund der Vollstreckung ist ein britisches Gerichtsurteil zu Unterhaltszahlungen, das Ex-Frau Lilly Becker (50) vorgelegt hatte.
Zweifel an der Echtheit der Uhr
Jetzt gibt es laut RTL.de neue Zweifel an dem Zeitmesser. Demnach soll der zuständige Gerichtsvollzieher Anhaltspunkte dafür haben, dass die Uhr möglicherweise kein Original sein könnte – als Ergebnis einer KI-Prüfung. Es habe sowohl Hinweise auf eine echte Uhr als auch auf ein Replikat gegeben. Ob die Uhr tatsächlich ein Original oder eine Fälschung ist, soll nun geklärt werden. Mit einem Ergebnis sei nach drei bis vier Wochen zu rechnen.
Gutachten nur gegen Vorschuss
Allerdings wird die Uhr nicht automatisch untersucht. Dafür müsste zunächst Lilly Becker einen Kostenvorschuss zahlen. Dazu passt, dass ihr Anwalt nach BILD-Infos seit Tagen das Gerücht streut, Beckers Uhr sei gefälscht. Auch BILD erfuhr bereits am vergangenen Freitag davon.
Beckers Stellungnahme
Was sagt die Tennis-Legende selbst dazu? Auf BILD-Anfrage erklärt sein Anwalt Christian-Oliver Moser: „Mein Mandant war selbst überrascht davon, dass es sich bei der Uhr um eine Fälschung handeln könnte. Er hat die Uhr vor vielen Jahren geschenkt bekommen.“
„Boris Becker ist auf die Überprüfung gespannt“ – so Moser weiter. Nach BILD-Infos könnte es sich tatsächlich um eine Fake-Uhr handeln. Davon wusste Boris Becker bisher aber auch nichts. „Obwohl die Uhr für ihn vor allem einen ideellen Wert hat, ist er auf die Überprüfung durch einen Sachverständigen gespannt“, so Moser. „Abgesehen davon wehrt sich Boris Becker weiterhin gerichtlich gegen die Vollstreckung, mit der die Mutter ohnehin nur das Ziel verfolgt, ihre völlig maßlosen Forderungen durchzusetzen, anstatt das ihr unterbreitete, großzügige Vergleichsangebot anzunehmen. Dem gemeinsamen Sohn wäre mehr geholfen, wenn sich seine Mutter an dessen Interessen orientiert und nicht an ihren eigenen.“
Eine BILD-Anfrage bei Oliver Schoenijahn, dem für die Überprüfung zuständigen Amtsgerichtsdirektor von Königswinter, blieb bisher unbeantwortet.



