Im Trinkwasser der Stadt Zehdenick im brandenburgischen Landkreis Oberhavel wurde eine erhöhte Konzentration von Bromat festgestellt. Der Landkreis warnt: Das Wasser ist bis auf Widerruf nicht zum Verzehr geeignet. Es darf ausschließlich für die Körperhygiene und Reinigung verwendet werden.
Was ist Bromat und warum ist es gefährlich?
Bromat, ein Salz der Bromsäure, gilt laut Gesundheitsbehörden als möglicherweise krebserregend. Die Nutzung zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Kochen sowie zum Waschen oder Abspülen von Lebensmitteln ist bis auf Weiteres nicht zulässig. Bei Säuglingen und Kleinkindern müssen Eltern besonders darauf achten, dass beim Duschen oder Baden kein Leitungswasser verschluckt wird.
Wie kam es zur erhöhten Bromat-Konzentration?
Die Stadtwerke teilten mit, zunächst seien Kitas und Schulen informiert worden, damit vorsorglich kein Leitungswasser getrunken werde. Es gebe aber keinen Grund zur Sorge. Die Stadtwerke seien im Austausch mit dem Gesundheitsamt und stimmten weitere notwendige Schritte ab. Die Überschreitung des Bromat-Grenzwertes wurde erstmalig gemessen. Weitere Labore sind mit der Prüfung beauftragt worden.
Ursachenforschung und weitere Maßnahmen
Bromat entsteht laut den Stadtwerken durch die Aufbereitung von Wasser mit Ozon. Dies finde im Wasserwerk aber nicht statt. Nun soll geklärt werden, wie es zum erhöhten Grenzwert kam. Die Behörden arbeiten daran, die Trinkwasserversorgung schnellstmöglich wieder sicherzustellen.



