DRK warnt vor Engpässen bei Blutkonserven
Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat angesichts der aktuellen Hitzewelle einen dringenden Appell zur Blutspende gestartet. Bei sommerlichen Temperaturen sinke erfahrungsgemäß die Spendenbereitschaft, während der Bedarf in Kliniken und Arztpraxen konstant hoch bleibe, teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mit. Dieser ist für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg zuständig.
Die Blutreserven gehen täglich weiter zurück. Für eine sichere Versorgung seien Vorräte für vier bis fünf Tage erforderlich, aktuell liege der Wert deutlich darunter, hieß es weiter. Die Lage sei besonders kritisch bei bestimmten Blutgruppen.
Kritische Lage bei Blutgruppen 0 und A negativ
Die Vorräte für die Blutgruppen 0 Rhesus-negativ und 0 Rhesus-positiv sowie der Blutgruppe A Rhesus-negativ reichten derzeit nur knapp über einen Tag hinaus, sagte Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, der Deutschen Presse-Agentur. Auch für alle anderen Blutgruppen gebe es einen hohen Bedarf. Sie rief gesunde Menschen dazu auf, am besten vor der Fahrt in den Urlaub noch einmal Blut zu spenden.
Blut wird täglich benötigt, etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten oder zur Behandlung schwerer Erkrankungen. „Damit es nicht zu Einschränkungen in der Patientenversorgung kommt, sind wir gerade jetzt auf jede einzelne Blutspende angewiesen“, betonte Schweiger. Die aus Blutspenden gewonnenen Präparate hätten teilweise eine nur kurze Haltbarkeit.
Hitze kein Hindernis für Blutspende
Für die kommenden Tage werden dem Deutschen Wetterdienst zufolge in den genannten Bundesländern Temperaturen von deutlich über 30, teils sogar 35 Grad erwartet. Eine Blutspende ist dem DRK Nord-Ost zufolge auch bei hohen Temperaturen sicher möglich. Wichtig sei es, noch mehr als sonst zu trinken, leicht zu essen und körperliche Anstrengung zu meiden.
Der DRK-Blutspendedienst appelliert an alle gesunden Menschen, sich zu einer Blutspende zu bewegen, um die Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern sicherzustellen. Insbesondere die Blutgruppen 0 und A negativ sind stark nachgefragt.



