EZB-Zinserhöhung: Tagesgeld mit 4,0 Prozent – die besten Angebote im Vergleich
EZB-Zinserhöhung: Tagesgeld mit 4,0 Prozent – die besten Angebote

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Einlagenzins auf 2,25 Prozent angehoben. Für Sparerinnen und Sparer bedeutet das: Bei einigen Banken gibt es aktuell sogar deutlich höhere Zinsen – sowohl für Tagesgeld als auch für Festgeld. Doch welches Produkt ist das richtige? Die Entscheidung hängt nicht nur vom Zinssatz ab, sondern auch von der gewünschten Flexibilität und der geplanten Laufzeit. Unser Ratgeber „Tagesgeld oder Festgeld: Was ist besser?“ hilft bei der Wahl. Der Spar-Ticker informiert über aktuelle Zinsänderungen der Postbank, Deutschen Bank, Sparkasse, Chase und weiterer Anbieter.

Die aktuellen Spitzenreiter beim Tagesgeld

Derzeit bieten drei Geldhäuser 4,0 Prozent Zinsen auf Tagesgeld: die Norisbank, die Crédit Agricole und Chase. Die Norisbank garantiert diesen Zinssatz für sechs Monate, Chase für vier Monate. Die Crédit Agricole sticht mit einer Zinsgarantie bis zum 31. Januar 2027 hervor – das sind mehr als sieben Monate. Allerdings müssen Kunden bei der Norisbank und der Crédit Agricole ein Girokonto eröffnen. Bei der Crédit Agricole ist zudem der maximale Anlagebetrag auf 10.000 Euro begrenzt.

Crédit Agricole: 4,0 Prozent mit langer Zinsgarantie

Die französische Bank Crédit Agricole bietet 4,0 Prozent Zinsen bis zum 31. Januar 2027. Die Mindesteinlage beträgt 10 Euro, maximal sind 10.000 Euro möglich. Die Zinsen werden jährlich ausgezahlt. Die Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro pro Kunde (Frankreich). Nachteil: Kunden benötigen ein Girokonto bei der Bank. Zudem erfolgt die Zinsauszahlung brutto, sodass die Steuererklärung selbst gemacht werden muss.

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Norisbank: 4,0 Prozent für sechs Monate

Die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank lockt mit 4,0 Prozent für sechs Monate. Voraussetzung ist die Eröffnung eines Girokontos und die Umstellung von mindestens drei Zahlungsverbindungen. Der Maximalbetrag liegt bei 250.000 Euro. Der Anschlusszins beträgt 0,75 Prozent. Die Einlagensicherung gilt in Deutschland.

Chase: 4,0 Prozent für vier Monate

Die Direktbank Chase bietet 4,0 Prozent für vier Monate. Der variable Anschlusszins liegt bei 2,0 Prozent. Maximal können 1.000.000 Euro angelegt werden. Die Einlagensicherung stammt aus Deutschland. Chase hat seinen Sitz in Berlin.

Festgeld: Hohe Zinsen für längere Laufzeiten

Beim Festgeld liegen die Zinsen etwas niedriger. Die J&T Direktbank führt mit 3,5 Prozent für zehn Jahre. Die BBVA bietet 3,4 Prozent für fünf Jahre, die Pbb direkt 3,3 Prozent für fünf Jahre. Für kürzere Laufzeiten ist die SWK Bank mit 3,5 Prozent für sechs Monate attraktiv.

VW Bank: Neue Festgeld-Aktion

Die VW Bank bietet 3,0 Prozent für einjähriges Festgeld. Die Mindestanlage beträgt 2.500 Euro, maximal sind 250.000 Euro möglich. Die Zinsen werden jährlich ausgezahlt. Die Einlagensicherung gilt in Deutschland. Kunden müssen das Festgeld drei Monate vor Laufzeitende kündigen, sonst erfolgt eine automatische Verlängerung.

Weitere aktuelle Entwicklungen

Renault Bank erhöht Tagesgeld-Zinsen

Die Renault Bank hat die Tagesgeld-Zinsen für Neukunden auf 3,5 Prozent für drei Monate angehoben. Der variable Anschlusszins steigt auf 2,0 Prozent. Maximal können 250.000 Euro angelegt werden. Die Einlagensicherung stammt aus Frankreich.

Commerzbank: WM-Aktion mit bis zu 5,0 Prozent

Die Commerzbank wirbt mit bis zu 5,0 Prozent Tagesgeld-Zinsen – allerdings nur, wenn Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gewinnt. Die Zinsstufen richten sich nach dem Abschneiden der DFB-Elf. Der Aktionszeitraum läuft vom 20. Juli bis 19. Oktober 2026. Die Obergrenze liegt bei 50.000 Euro.

Wichtige Grundbegriffe

Tagesgeld: Flexible Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit. Die Zinsen sind variabel, aber oft höher als auf dem Girokonto. Geeignet für kurzfristige Anlagen und Notgroschen.

Festgeld: Geldanlage mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Während der Laufzeit ist das Kapital nicht verfügbar. Bietet meist höhere Zinsen als Tagesgeld.

Einlagenzins der EZB: Der Zins, zu dem Banken Geld bei der EZB parken können. Steigt er, erhöhen oft auch die Sparzinsen.

Einlagensicherung: Schützt Sparer bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Die Sicherungssysteme unterscheiden sich je nach Sitzland der Bank.

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