Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Einlagenzins von 2,0 auf 2,25 Prozent angehoben. Diese Entscheidung wirkt sich unmittelbar auf Sparprodukte aus. Trade Republic gibt die Leitzinserhöhung an seine Kunden weiter: Seit dem 17. Juni 2026 erhalten Anleger 2,25 Prozent Zinsen auf nicht investiertes Guthaben. Doch es gibt auch attraktivere Alternativen am Markt.
Trade Republic: Neue Zinsen im Überblick
Der Neobroker Trade Republic zahlt nun 2,25 Prozent pro Jahr auf das Kontoguthaben. Der Maximalbetrag ist unbegrenzt, die Zinsauszahlung erfolgt monatlich. Die Einlagensicherung beträgt bis zu 100.000 Euro pro Kunde, wobei Teile des Kapitals in Geldmarktfonds investiert werden können. Kunden sollten beachten, dass dies keine klassische Einlagensicherung ist.
Bessere Tagesgeld-Angebote mit 4,0 Prozent
Wer höhere Zinsen sucht, findet derzeit mehrere Tagesgeldkonten mit 4,0 Prozent. Die Norisbank, Crédit Agricole und Chase bieten diesen Spitzensatz. Die Crédit Agricole garantiert die 4,0 Prozent bis zum 31. Januar 2027 – die längste Zinsgarantie am Markt. Allerdings ist hier ein Girokonto erforderlich und der Höchstbetrag liegt bei 10.000 Euro. Die Norisbank bietet 4,0 Prozent für sechs Monate, Chase für vier Monate. Letzteres kommt ohne Girokonto aus.
Festgeld: Spitzenreiter mit 3,5 Prozent
Im Festgeldbereich führt die J&T Direktbank mit 3,5 Prozent für zehn Jahre. Die BBVA bietet 3,4 Prozent für fünf Jahre, die Pbb direkt 3,3 Prozent für fünf Jahre. Für kürzere Laufzeiten ist die SWK Bank mit 3,5 Prozent für sechs Monate interessant. Die VW Bank lockt mit 3,0 Prozent für ein Jahr und deutscher Einlagensicherung.
Weitere Entwicklungen im Spar-Ticker
Am 15. Juni startete die Crédit Agricole ihr 4,0-Prozent-Angebot. Am 11. Juni zeigte eine Verivox-Analyse steigende Durchschnittszinsen: Festgeld (2 Jahre) liegt bei 2,34 Prozent, Tagesgeld bei 1,34 Prozent. Am 5. Juni starteten Deutsche Bank und Postbank eine Festgeld-Aktion mit 2,7 Prozent für ein Jahr. Die Renault Bank hob am 4. Juni ihre Tagesgeld-Zinsen auf 3,5 Prozent für drei Monate an, mit einem Anschlusszins von 2,0 Prozent. Am 1. Juni bot die SWK Bank 3,5 Prozent für sechs Monate Festgeld. Am 26. Mai startete die Norisbank ihre 4,0-Prozent-Aktion. Am 22. Mai erhöhte die VW Bank die Tagesgeld-Zinsen auf 2,9 Prozent für sechs Monate. Am 20. Mai startete Chase mit 4,0 Prozent für vier Monate. Am 13. Mai warb die Commerzbank mit bis zu 5,0 Prozent – allerdings nur bei einem deutschen WM-Titel.
Worauf Sparer achten sollten
Die Wahl zwischen Tagesgeld und Festgeld hängt von der gewünschten Flexibilität und Laufzeit ab. Tagesgeld eignet sich für kurzfristige Anlagen und Notgroschen, Festgeld für längerfristige Anlagen mit festem Zins. Zudem sollten Anleger die Einlagensicherung beachten: Deutsche Banken sichern Einlagen bis 100.000 Euro, ausländische Banken über das Heimatland. Affiliate-Links in diesem Artikel ändern nichts an der unabhängigen Bewertung der Produkte.



