Flugverkehr in Leipzig/Halle nach Drohnensichtung unterbrochen
Flugverkehr in Leipzig/Halle unterbrochen

In der Nacht zum Mittwoch wurde der Flugverkehr am Flughafen Leipzig/Halle in Sachsen wegen eines unbekannten Flugobjekts vorübergehend eingestellt. Eine Passagiermaschine und mehrere Frachtflieger mussten auf andere Flughäfen ausweichen, wie die sächsische Landespolizei mitteilte. Inzwischen läuft der Betrieb wieder an, jedoch bleibt ein Teil des Areals gesperrt.

Vorfall um 23:40 Uhr: Objekt nahe der Südbahn entdeckt

Nach Angaben der Polizei wurde das unbekannte Objekt am Dienstagabend gegen 23:40 Uhr gesichtet. Im Bereich der südlichen Start- und Landebahn wurde daraufhin ein Gegenstand gefunden. Landes- und Bundespolizei haben Ermittlungen aufgenommen, ein Sprengstoffroboter war im Einsatz. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Natur des Objekts noch unklar sei.

Der Sprecher betonte: „Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht.“ Der Flugverkehr wurde um 01:55 Uhr wieder aufgenommen und läuft seither vollständig über die Nordpiste, während die Südpiste für Spurensuche gesperrt bleibt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Umleitungen: Palma-Flug nach Nürnberg

Bei der umgeleiteten Passagiermaschine handelte es sich um einen verspäteten Flug aus Palma de Mallorca. Diese wurde nach Nürnberg umgeleitet, wie Polizei und Flughafen bestätigten. Mehrere Frachtflieger mussten ebenfalls andere Ziele ansteuern, was zu Verzögerungen im Luftfrachtverkehr führte.

Drohnenvorfälle kosten Millionen

Der Vorfall reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen. Laut einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurden im vergangenen Jahr 226 Drohnenvorfälle gemeldet. Davon führten 116 zu Voll- oder Teilsperrungen an 25 Flughäfen. Die direkten Kosten für den Luftverkehr beliefen sich auf geschätzt 60 Millionen Euro. Berücksichtigt man Folgekosten wie Verspätungen, gestörte Umläufe und Flugannullierungen, steigt der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro.

Diese Zahlen verdeutlichen die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen, die Drohneninterventionen auf den Luftverkehr haben. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, einerseits die Sicherheit zu gewährleisten und andererseits den Betrieb möglichst reibungslos aufrechtzuerhalten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration