Die Grünen haben einen Vorschlag für ein günstiges Ferienticket für Familien vorgelegt, das an das erfolgreiche 9-Euro-Ticket aus dem Jahr 2022 anknüpft. Das sogenannte „9-Euro-Ferienticket“ soll in den Sommerferien gelten und Familien mit Kindern eine kostengünstige Reisemöglichkeit mit der Deutschen Bahn bieten. Die Idee wurde von der Bundestagsfraktion der Grünen entwickelt und am Freitag in Berlin vorgestellt.
Hintergrund und Ziele des Vorschlags
Der Vorschlag zielt darauf ab, Familien in der teuren Ferienzeit zu entlasten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Viele Familien können sich eine Reise in den Sommerferien kaum noch leisten. Mit dem 9-Euro-Ferienticket wollen wir ihnen eine erschwingliche Mobilitätsoption bieten“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Verlinden. Das Ticket soll für alle Familienmitglieder gelten, wobei Kinder unter 14 Jahren kostenlos mitreisen können. Der Preis pro Erwachsenem soll bei 9 Euro pro Tag liegen, ähnlich wie beim Vorgängermodell.
Finanzierung und Umsetzung
Die Finanzierung des Tickets soll aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes erfolgen. Die Grünen schätzen die Kosten auf rund 1,2 Milliarden Euro für die gesamten Sommerferien. Das Ticket soll in allen Zügen des Nah- und Regionalverkehrs der Deutschen Bahn sowie in vielen Verkehrsverbünden gültig sein. „Wir wollen, dass das Ticket einfach und unkompliziert genutzt werden kann. Eine Buchung soll über die üblichen Vertriebswege der Bahn möglich sein“, so Verlinden weiter.
Reaktionen und Ausblick
Die Deutsche Bahn begrüßte den Vorschlag grundsätzlich, wies aber auf logistische Herausforderungen hin. „Wir unterstützen jede Initiative, die mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn bewegt. Allerdings müssen wir sicherstellen, dass die Kapazitäten in den Ferien ausreichen“, sagte ein Bahnsprecher. Die Bundesregierung zeigte sich offen für Gespräche. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums erklärte, man werde den Vorschlag prüfen. Die Grünen hoffen auf eine schnelle Umsetzung noch in diesem Jahr. „Die Sommerferien stehen vor der Tür. Wir brauchen jetzt schnelle Entscheidungen, damit Familien rechtzeitig planen können“, betonte Verlinden.



