Ab Mitternacht des 9. Juli 2026 können neue Vorhaben für einen Heizungstausch vorerst nicht mehr beantragt werden. Grund ist eine zweiwöchige Umstellungsphase, die das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der KfW und dem Bundesamt Bafa durchführt. In dieser Zeit werden „notwendige technische Anpassungen“ vorgenommen, wie das Ministerium mitteilte. Die neuen Förderbedingungen sollen am 21. Juli in Kraft treten; ab diesem Tag sind nur noch Anträge unter den neuen Konditionen möglich.
Vertrauensschutz für Antragsteller mit Bestätigung
Das Ministerium betonte, es gebe eine „Vertrauensschutzregelung“. Wer bereits eine gültige Bestätigung zum Antrag (BzA) oder eine technische Projektbeschreibung (tPB) besitzt, aber noch keinen vollständigen Antrag gestellt hat, kann während der Umstellungsphase bis zum 20. Juli noch Anträge zu den bisherigen Konditionen einreichen. Eine Sprecherin der KfW erklärte: „Wer bereits eine gültige Antragsbestätigung hat, den Antrag aber noch nicht eingereicht hat, kann dies während der Umstellungsphase bis 20. Juli noch zu den bisherigen Konditionen tun.“
Weniger Zuschuss für Wärmepumpen
In den kommenden Jahren wird der staatliche Zuschuss für den Einbau von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungen sinken. Der Bundesverband Wärmepumpe wies auf seiner Homepage darauf hin, dass die Bestätigung zum Antrag selbst kein gültiger Förderantrag sei. Kunden mit einer BzA wurde empfohlen, den Antrag noch am 8. Juli über das KfW-Portal zu stellen. Der Verband hatte bereits am Dienstag kritisiert: „Eine Aussetzung der Antragsmöglichkeit wäre ein falsches Signal an Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk und alle anderen Marktteilnehmer.“
Haushaltsausschuss gibt grünes Licht
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte zuvor grünes Licht für die Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die genauen Details der neuen Förderregeln werden voraussichtlich am 21. Juli veröffentlicht. Betroffen sind vor allem die Zuschüsse für den Heizungstausch, die in den kommenden Jahren schrittweise reduziert werden sollen.



