Horn-Sauerklee im Garten bekämpfen: Experten-Tipps und Methoden
Horn-Sauerklee bekämpfen: Tipps vom Experten

Gelbe Blüten und rötlich-grüne Blätter zwischen den Grashalmen: Horn-Sauerklee breitet sich ungewollt in vielen Gärten aus. Das Wildkraut stammt ursprünglich aus Südeuropa, kommt durch die milderen Bedingungen inzwischen aber auch hierzulande häufig vor.

Warum Horn-Sauerklee so problematisch ist

Besonders problematisch ist, dass sich Horn-Sauerklee sowohl über unterirdische Ausläufer als auch über Samen vermehrt, erklärt myHOMEBOOK. Die Samen sitzen in Kapselfrüchten, die sich bei Berührung öffnen und ihren Inhalt weit verstreuen. So kann sich die Pflanze schnell im Rasen, in Beeten oder zwischen Pflastersteinen ausbreiten.

Mähen reicht nicht aus

Wer den Klee einfach abmäht, wird ihn meist nicht los. Der Grund: Die Pflanze wächst so niedrig, dass sie von den Messern oft gar nicht erfasst wird. Zwar lässt sich durch regelmäßiges Mähen die Bildung von Blüten und Samen verringern, das unterirdische Wurzelsystem bleibt jedoch bestehen.

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Auch vom Vertikutieren rät Dr. Harald Nonn, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft, ab. Dabei werde der Klee zerkleinert. Bleiben Pflanzenteile im Boden zurück, können daraus neue Pflanzen entstehen. Eine rein mechanische Bekämpfung sei deshalb schwierig, ohne den Rasen selbst zu beschädigen.

Rasen stärken statt Klee fördern

Viele Gartenbesitzer vermuten, dass Sauerklee vor allem saure Böden bevorzugt. Deshalb wird häufig Kalk ausgebracht. Tatsächlich wächst die Pflanze jedoch auch auf kalkhaltigen Böden.

Wirksamer ist es, die Bedingungen für den Rasen zu verbessern. Dazu gehört zunächst die Kontrolle des pH-Werts. Für Rasen gilt ein Bereich zwischen 5,5 und 7,0 als günstig. Liegt der Wert darunter, kann Kalk sinnvoll sein.

Ebenso wichtig sind eine ausgewogene Düngung mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie eine ausreichende Wasserversorgung. Experten empfehlen, seltener, dafür aber durchdringend zu wässern.

Herbizide nur als letzte Option

Ist der Befall besonders stark, kann im Extremfall sogar eine komplette Rasenerneuerung nötig werden. Dann werden Grasnarbe und teilweise auch Boden entfernt und die Fläche neu angesät.

Herbizide sollten nach Ansicht des Experten nur die letzte Möglichkeit sein. Sie können auch andere Pflanzen schädigen, die für Insekten wichtig sind. Nonn weist jedoch darauf hin, dass eine Bekämpfung ohne geeignete Mittel oft sehr schwierig sei. Wer Herbizide einsetzt, sollte die Anwendungshinweise genau beachten.

Vorbeugung und frühzeitiges Handeln

Vorbeugen lässt sich Horn-Sauerklee nur begrenzt. Da er häufig aus Beeten oder von Pflasterflächen einwandert, empfiehlt der Experte, einzelne Pflanzen möglichst früh samt Wurzeln und Ausläufern zu entfernen – idealerweise noch vor der Samenbildung. Ein gut versorgter, nicht zu tief gemähter Rasen erschwert dem Klee zusätzlich die Ausbreitung.

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