Influencerin am Gate gestoppt: Sport-BH sorgt für Diskussionen
Fitness-Influencerin Edda Elisa Pilz (25) aus Berlin wollte einen Lufthansa-Flug nach Österreich antreten – doch am Gate wurde sie gestoppt. Ihr Outfit: ein Sport-BH und eine kurze Sporthose. Für Pilz ein normales Sommer- und Sport-Outfit, für die Crew jedoch offenbar zu freizügig. Sie musste eine Kapuzenjacke überziehen und diese sogar schließen, bevor sie an Bord durfte.
Keine festgelegte Kleiderordnung bei Lufthansa
Der Vorfall wirft die Frage auf: Gibt es eine verbindliche Kleiderordnung für Flugreisen? Bei Lufthansa existiert keine öffentlich zugängliche Kleiderordnung mit konkreten Vorgaben zu Tops, Hosen oder freier Haut. Auch in den Beförderungsbedingungen finden sich keine spezifischen Regeln zu Hosenlänge oder Oberteilen. Dennoch haben Fluggesellschaften einen Ermessensspielraum: Sie können Passagieren die Beförderung verweigern, wenn deren Kleidung andere Fluggäste erheblich stört oder Sicherheitsbedenken bestehen.
Was Reisende beachten sollten
Für Reisende bedeutet das: Was im Alltag völlig normal erscheint, kann am Flughafen plötzlich für Diskussionen sorgen. Besonders problematisch sind Kleidungsstücke, die sehr knapp sind, wie Unterwäsche wirken oder viel Haut zeigen. Ein Sport-BH ist nicht automatisch verboten, aber wer ausschließlich darin einsteigen möchte, geht ein Risiko ein. Die Entscheidung liegt letztlich bei der Crew vor Ort.
Barfuß im Flugzeug ist keine gute Idee
Auch nackte Füße können problematisch werden. Lufthansa hat keine einfache Regel wie „Nackte Füße verboten“, aber andere Fluggesellschaften sind konkreter. American Airlines schreibt in ihren Beförderungsbedingungen: „Passagiere müssen sich angemessen kleiden, nackte Füße und anstößige Kleidung sind nicht erlaubt.“ Der Hintergrund: Im Flugzeug ist wenig Platz, und Barfußlaufen gilt als unhygienisch und kann in Notfällen ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Tipp: Ersatzkleidung dabeihaben
Wer Diskussionen am Gate vermeiden möchte, ist mit blickdichtem Oberteil, längerer Hose und Schuhen auf der sicheren Seite. Bei bauchfreien Outfits, Sport-Tops oder sehr kurzen Kleidungsstücken kann es sinnvoll sein, eine Jacke, ein Hemd oder ein Sweatshirt griffbereit zu haben. So lässt sich schnell reagieren, falls die Crew Einwände hat.



