Die Stadt Ingolstadt erhöht die Parkgebühren. Besonders betroffen ist das Parkhaus am Hallenbad: Dort wird die bisherige Stundengebühr durch eine Tagespauschale von drei Euro ersetzt. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Bislang zahlten Autofahrer dort zwei Euro pro Tag. Die neue Regelung tritt ab dem 1. Mai in Kraft.
Hintergrund der Preiserhöhung
Die Anpassung ist Teil einer umfassenden Überarbeitung der städtischen Gebührenordnung. Laut Stadtkämmerer Bernhard Fischer sei die letzte Erhöhung der Parkgebühren in Ingolstadt bereits zehn Jahre her. Seitdem seien die Kosten für Unterhalt und Bewirtschaftung der Parkflächen deutlich gestiegen. „Wir müssen die Einnahmen stabilisieren, um die Qualität der Parkangebote zu erhalten“, erklärte Fischer.
Die Stadtverwaltung betont, dass die neuen Tarife immer noch im Vergleich zu anderen bayerischen Städten moderat seien. In Augsburg beispielsweise kostet das Parken in der Innenstadt oft mehr als drei Euro pro Stunde. In Ingolstadt bleibt das Parken am Hallenbad mit drei Euro pro Tag vergleichsweise günstig.
Weitere Tarifänderungen im Überblick
Neben dem Hallenbad gibt es auch Änderungen an anderen Parkplätzen. So wird die Stundengebühr auf den städtischen Parkplätzen in der Innenstadt von 1,50 Euro auf 2,00 Euro angehoben. Auch die Parkgebühr in der Tiefgarage am Rathaus steigt von 2,00 auf 2,50 Euro pro Stunde. Für Dauerparker gibt es neue Monatstarife: Die Monatskarte für das Hallenbad kostet künftig 50 Euro statt 40 Euro.
Die Stadt rechnet mit zusätzlichen Einnahmen von rund 300.000 Euro pro Jahr. Diese sollen in die Sanierung und den Ausbau von Parkflächen investiert werden. „Wir wollen die Parkinfrastruktur zukunftsfähig machen, insbesondere im Hinblick auf Elektromobilität“, so Fischer. Geplant sind unter anderem weitere Ladestationen für Elektroautos.
Reaktionen aus der Bevölkerung
Die Ankündigung stößt bei Anwohnern und Pendlern auf gemischte Reaktionen. Viele Pendler, die täglich am Hallenbad parken, sehen die neue Pauschale kritisch. „Ich fahre jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit und parke hier. Drei Euro pro Tag sind eine erhebliche Mehrbelastung“, sagte ein betroffener Pendler der Augsburger Allgemeinen. Andere wiederum begrüßen die Investitionen in die Infrastruktur.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es weiterhin kostenlose Parkplätze am Stadtrand gibt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut angebunden sind. „Wir empfehlen Pendlern, auf Park-and-Ride-Plätze auszuweichen, um Kosten zu sparen“, sagte ein Sprecher der Stadt.
Ausblick
Die neuen Gebühren gelten zunächst bis Ende 2026. Danach soll eine Evaluation zeigen, ob die Maßnahmen greifen. Die Stadt will außerdem prüfen, ob die Parkgebühren in anderen Stadtteilen angepasst werden müssen. „Wir beobachten die Entwicklung genau und werden gegebenenfalls nachsteuern“, so Fischer.



