Ein Herzinfarkt, ein schwerer Unfall – von einer Sekunde auf die andere kann alles anders sein. Wenn Sie plötzlich nicht mehr selbst über lebensrettende Maßnahmen entscheiden können, sorgt eine Patientenverfügung für Klarheit. Sie entlastet nicht nur Ihre Angehörigen in einer ohnehin schweren Zeit, sondern gibt auch den behandelnden Ärzten die nötige Orientierung.
Was ist eine Patientenverfügung und warum ist sie wichtig?
Eine Patientenverfügung ist ein rechtlich bindendes Dokument, in dem Sie festlegen, welche medizinischen Maßnahmen im Notfall ergriffen oder unterlassen werden sollen. Mit einer Patientenverfügung als Vordruck aus der kostenlosen Vorsorgemappe des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) legen Sie rechtlich verbindliche Regelungen zur medizinischen Behandlung frühzeitig fest. So wahren Sie Ihre Selbstbestimmung – auch wenn Sie selbst nicht mehr sprechen können.
Welche Vorteile bietet eine Patientenverfügung?
Die Patientenverfügung gibt Ihnen die Möglichkeit, medizinische Maßnahmen – wie künstliche Ernährung, Beatmung oder Schmerztherapie – im Voraus zu definieren. Allgemeine Formulierungen wie „Ich möchte in Würde sterben“ reichen rechtlich nicht aus. Nur konkrete Festlegungen sind im Ernstfall bindend.
Ohne Vorsorge drohen diese Konsequenzen
- Ärzte müssen nach allgemeinen medizinischen Standards handeln.
- Angehörige haben keine automatische Entscheidungsbefugnis.
- Ein Gericht kann einen gesetzlichen Betreuer einsetzen.
Praktische Checklisten und Vollmachten für Ihre Selbstbestimmung
Die kostenlose Vorsorgemappe enthält strukturierte Musterformulare zur einfachen Erstellung Ihrer Patientenverfügung. Neben der Verfügung selbst finden Sie dort auch Vordrucke für:
- Vorsorgevollmacht – für Gesundheits-, Vermögens- und Behördenangelegenheiten
- Betreuungsverfügung – für den Fall, dass keine Vorsorgevollmacht vorliegt
- Konto- und Depotvollmacht – zur rechtlichen Regelung finanzieller Belange
Mit leicht verständlichen Anleitungen, Checklisten und Hinweisen zur Registrierung im Vorsorgeregister erhalten Sie ein rundum sorgloses Paket für Ihre persönliche Vorsorge.
In 5 Schritten zur individuellen Patientenverfügung
Die Münchner V-CHECK, Partner der Berliner Morgenpost, stellt Ihnen die Vorsorgemappe zur Verfügung. Melden Sie sich hier für den Newsletter der V-CHECK an, um die Broschüre herunterzuladen. Alle zwei Wochen erhalten Sie zusätzlich unabhängige Tipps zu Geldanlage und Altersvorsorge.
- Herunterladen: Die Vorsorgemappe steht kostenlos als eBook zur Verfügung.
- Ausfüllen: Die enthaltenen Vordrucke bieten Auswahlmöglichkeiten und Textbausteine – auch für medizinische Wünsche.
- Anpassen: Ergänzen Sie persönliche Werte und Vorstellungen für individuelle Rechtssicherheit.
- Aufbewahren: Am besten im Notfallordner, ergänzt durch eine Notfallkarte im Portemonnaie.
- Registrieren: Optional im Zentralen Vorsorgeregister – so wird Ihre Verfügung im Ernstfall sicher gefunden.
Über das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA)
Seit 1997 informiert das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) über Altersvorsorge, finanzielle Sicherheit und Vermögensaufbau. Ziel ist es, Verbraucher frühzeitig für wichtige Entscheidungen zu sensibilisieren und ihnen praktische Werkzeuge an die Hand zu geben. Gegründet wurde das in Berlin ansässige Institut von der Deutschen Bank AG.
Über V-CHECK
V-CHECK, eine Marke der Münchner V-Bank AG, ist die Plattform für verständliches, fundiertes und unabhängiges Finanzwissen. Ob Geldanlage, Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Erbe oder aktuelle Marktentwicklungen - hier finden Einsteiger wie erfahrene Anleger praxisnahe Antworten von echten Finanzprofis. Das kostenlose Angebot reicht von Newsletter, Blog, Podcast und YouTube Kanal bis zu eBooks, Webinaren, Anleger-Sprechstunden oder dem unverbindlichen Vermögens-Check.
Diese Dokumente benötigen Sie im Ernstfall
| Dokument | Funktion |
|---|---|
| Patientenverfügung | Festlegung medizinischer Maßnahmen im Notfall |
| Vorsorgevollmacht | Benennung einer Vertrauensperson zur rechtlichen Vertretung |
| Betreuungsverfügung | Einfluss auf die gerichtliche Bestellung eines Betreuers |
| Konto-/Depotvollmacht | Finanzielle Handlungsfähigkeit sichern |
Häufig gestellte Fragen zur Patientenverfügung
1. Was ist eine Patientenverfügung?
Ein rechtlich bindendes Dokument, in dem Sie festlegen, welche medizinischen Maßnahmen im Notfall ergriffen oder unterlassen werden sollen.
2. Warum sollte ich eine Patientenverfügung haben?
Um selbstbestimmt über Ihre medizinische Versorgung zu entscheiden und Angehörige in belastenden Situationen zu entlasten.
3. Ist die Vorsorgemappe wirklich kostenlos?
Ja, sie steht als kostenfreies eBook inklusive Vordrucken und Ausfüllhilfen zur Verfügung.
4. Wie lange gilt meine Patientenverfügung?
Sie ist unbefristet gültig, sollte jedoch regelmäßig – etwa alle zwei Jahre – überprüft und ggf. aktualisiert werden.
5. Wo bewahre ich meine Verfügung am besten auf?
In einem Notfallordner, ergänzt durch eine Notfallkarte im Portemonnaie. Eine Registrierung im Vorsorgeregister erhöht die Sicherheit zusätzlich.
6. Was ist mit meinem digitalen Nachlass?
Auch E-Mail-Konten, Social Media und Cloud-Zugänge sollten geregelt werden. Die V-CHECK bietet dazu einen ergänzenden Ratgeber.
7. Patientenverfügung mit Vordruck – der einfache Weg zur rechtssicheren Vorsorge
Nutzen Sie die Chance zur Selbstbestimmung und schützen Sie Ihre Angehörigen vor schwierigen Entscheidungen. Die DIA-Vorsorgemappe mit Patientenverfügung und Vordrucken ist Ihr kostenloser Einstieg in eine durchdachte Vorsorge.
8. Keine Patientenverfügung – Dürfen Angehörige im Notfall entscheiden?
Nein. Sieht es eine Patientenverfügung nicht anders vor, dürfen Ehepartner, Kinder, Eltern oder Geschwister etc. in einem Notfall keine Entscheidungen über medizinische Behandlungen treffen.
Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen einen Besuch auf den Webseiten der Deutschen Rentenversicherung. Mit Online-Services, Übersichten und Beratungen steht Ihnen die Einrichtungen zur Seite.



