Nach dem Ende des befristeten Tankrabatts am 30. Juni 2025 wächst die Sorge vor einem Preisschock an den Tankstellen. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) dringt auf ein sofortiges Eingreifen, um übermäßige Preissteigerungen zu verhindern. „Entlastung an der Zapfsäule darf kein Strohfeuer sein, das nach zwei Monaten verpufft“, warnte Crumbach. „Jetzt ist entscheidend, dass es rund um den 1. Juli keinen überzogenen Preissprung gibt.“
Forderung nach Preisdeckel und Übergewinnsteuer
Der SPD-Politiker schlägt vor, dass die Kraftstoffpreise bei der täglichen Anhebung um 12 Uhr um höchstens fünf Prozent steigen dürfen. Unterstützung kommt von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die einen Preisdeckel fordert. Crumbach spricht sich zudem für eine Übergewinnsteuer auf Krisenprofite der Mineralölkonzerne aus. „Wenn Mineralölkonzerne von hoher Unsicherheit und starken Preisschwankungen profitieren, während viele Familien jeden Euro zweimal umdrehen müssen, ist das ein Ungleichgewicht“, erklärte er. Außergewöhnliche Gewinne in außergewöhnlichen Zeiten sollten teilweise der Allgemeinheit zugutekommen – etwa durch gezielte Entlastungen für Menschen mit geringem Einkommen oder Investitionen in Bus und Bahn.
Hintergrund des Tankrabatts
Der befristete Tankrabatt galt seit Anfang Mai für Diesel und Superbenzin und sollte die stark gestiegenen Preise infolge des Iran-Kriegs ausgleichen. Die schwarz-roten Koalitionsfraktionen lehnen eine Verlängerung der Steuererleichterung von 17 Cent je Liter über das geplante Auslaufen Ende Juni hinaus ab. Autofahrer und Verbraucherschützer blicken nun mit Sorge auf die Preisentwicklung ab dem 1. Juli.



