„Bares für Rares“: Rätsel-Glas erzielt 1.070 Euro – das Fünffache des Wunschpreises
Rätsel-Glas erzielt das Fünffache des Wunschpreises

Ein rätselhaftes Glasobjekt hat bei der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ am 22. Juli 2026 für eine Überraschung gesorgt: Das Stück, das zunächst nicht eindeutig zu identifizieren war, erzielte am Ende 1.070 Euro – mehr als das Fünffache des ursprünglichen Wunschpreises von 200 Euro. Die Schwestern Birgit und Tanja aus Saarbrücken hatten das Objekt im Auftrag ihrer Mutter mitgebracht.

Expertin ordnet Kerzenhalter dem Jugendstil zu

Die Expertin Wendela Horz (56) identifizierte das Glasobjekt als dekorativen Kerzenhalter aus dem Jugendstil. Der Entwurf stamme vermutlich von der Firma Loetz Witwe in der Klostermühle in Böhmen und sei Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Eine Signatur, die die Herkunft zweifelsfrei belegen könnte, fehle jedoch. Der vergoldete Zinnfuß erinnere an einen Seerosenteich mit zwei Libellen. Das Glas sei so bearbeitet, dass ein irisierendes Lichtspiel entstehe. Allerdings trübten schwarze Verunreinigungen im Glas und abgerissene Glasfäden den Gesamteindruck.

Verkäuferinnen hofften auf 200 Euro

Die Schwestern aus Saarbrücken hatten einen Wunschpreis von 200 Euro genannt. Wendela Horz taxierte das Objekt jedoch auf 500 bis 700 Euro. Im Händlerraum stieß der Kerzenhalter auf reges Interesse. Das erste Gebot lag bei 400 Euro, dann kletterte der Preis rasch. Das letzte Gebot kam von David Suppes, der das Objekt für 1.070 Euro ersteigerte – mehr als das Fünffache des Wunschpreises.

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Weitere Raritäten der Sendung

Neben dem Glasobjekt wurden in der Sendung weitere Raritäten angeboten: Sebastian aus Witzenhausen brachte einen Zigarrenschneider in Münzform aus 800er-Silber mit, hergestellt in den 1960er Jahren vom Unternehmen Eloi Pernet. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro. Alexandra und Tobias aus Augsburg fanden eine Adolf-Hölzel-Zeichnung als Lesezeichen in einem ersteigerten Buch. Die mit „A. Hoelzel“ signierte Arbeit aus Graphit und Ölkreide auf Papier wird auf circa 1920 datiert. Schätzung: 600 bis 850 Euro.

Timon aus Mannheim präsentierte ein Steiff-Rolltier – ein Pferd auf Rollen aus Mohair, das er für 30 Euro gekauft hatte. Es besitzt noch originale Details wie Sattel, Deckchen und Zugschnur. Schätzung: 80 bis 120 Euro. Conny aus Dresden brachte eine Meissener Porzellanfigur „Mädchen mit Katze“ mit, ein sogenanntes Hentschelkind. Allerdings ist ein Riss am Kopf beziehungsweise Hals zu erkennen. Schätzung: 900 bis 1.200 Euro.

Ausgang der Verkäufe bleibt offen

Ob und zu welchen Preisen die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren die Zuschauer in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF. Die Sendung bleibt eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bei der Horst Lichter (64) regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten führt.

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