Spritpreise sinken: Annäherung an Vorkriegsniveau trotz drohendem Preissprung
Spritpreise sinken: Annäherung an Vorkriegsniveau

Die sinkenden Ölpreise kommen nach und nach an den Zapfsäulen an. Die Spritpreise in Deutschland sinken nach der Einigung im Iran-Konflikt und nähern sich langsam wieder den Werten vor Kriegsbeginn an. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 0,9 Cent auf 1,868 Euro.

Annäherung an Vorkriegsniveau

Damit war Diesel am Montag nur noch 7 Cent pro Liter teurer als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, E10 um 9 Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern sind das 3,50 beziehungsweise 4,50 Euro. In der Spitze hatte Diesel sich in der Krise um mehr als 70 Cent pro Liter verteuert, E10 um mehr als 40 Cent.

Weitere Rückgänge am Dienstag

Die Zahlen vom Dienstagmorgen deuten auf weiter sinkende Preise hin: Um 8.45 Uhr kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 1,764 Euro – 2,1 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Ein Liter E10 kostete 1,826 Euro – 1,6 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Die Momentaufnahme ist zwar ein Indiz für die weitere Preisentwicklung, der Tagesdurchschnitt kann aber deutlich von ihr abweichen. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel ist Sprit am Morgen und Vormittag typischerweise eher billig. Mittags machen die Preise dann einen starken Sprung nach oben und werden im Verlauf des Nachmittags wieder günstiger.

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Ursachen für den Preisverfall

Zuletzt sind die Ölpreise deutlich gesunken – auch weil die Zeichen im Nahen Osten auf Entspannung stehen. Der ADAC hatte allerdings moniert, dass dies nur langsam bei den Verbrauchern ankomme.

Befristeter Tankrabatt

Dass die Spritpreise inzwischen wieder ihren Vorkriegsniveaus nahe kommen, liegt aber auch am Tankrabatt der Bundesregierung, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent gesenkt hat. Er gilt nur noch bis zum Ende des Monats und soll nicht verlängert werden. Dann drohen Autofahrern wieder höhere Preise. Immerhin blieb zumindest Diesel ausgehend vom Montagspreis auch ohne den Steuerrabatt unter 2 Euro pro Liter. Sollte der Preistrend der letzten Tage anhalten, könnte dies auch für E10 der Fall sein.

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