Tankrabatt läuft aus: Spritpreise steigen trotz fallendem Ölpreis
Spritpreise steigen trotz fallendem Ölpreis

Noch bis Mitternacht gilt die Steuerermäßigung beim Tanken, doch die Preise an den Zapfsäulen steigen bereits seit Tagen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Super E10 pro Liter 1,861 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren 1,6 Cent mehr als am Sonntag. Diesel zog sogar um 1,9 Cent auf 1,784 Euro pro Liter an.

Sechster Anstieg in Folge trotz fallendem Ölpreis

Für beide Kraftstoffe war es der sechste Anstieg in Folge. Seit vergangenem Dienstag ist E10 um 4,4 Cent teurer geworden, Diesel um 5,3 Cent pro Liter. Dabei hat der Rohöl-Preis im selben Zeitraum ein gutes Stück nachgegeben. Auch am Dienstagmorgen wiesen die Preise weiter nach oben: Um 8.00 Uhr war E10 um 2 Cent teurer als am Vortag zur selben Zeit, Diesel um 2,3 Cent.

ADAC übt scharfe Kritik

„Der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise ist aus Sicht des ADAC nicht gerechtfertigt“, kritisiert der Verkehrsclub. „Der Rohölpreis steigt aktuell nicht. Daher bestätigt sich die Vermutung des ADAC, dass die Mineralölkonzerne bereits vor dem Ende des Tankrabatts die bevorstehende Steuerhöhung einpreisen.“

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Wie geht es weiter mit den Spritpreisen?

Wegen der 12-Uhr-Regel dürfen Tankstellen ihre Preise nur mittags erhöhen. Der Tankrabatt läuft zwar um Mitternacht aus, das gilt aber nur für ab dann an die Tankstellen geliefertes Benzin. Wann die Preise wie stark steigen – um Mitternacht ist dies ja nicht möglich – ist unklar. Tendenziell wird erwartet, dass der Großteil des Preissprungs durch das Ende des Rabatts am Mittwoch-Mittag auftreten wird. Ein Teil könnte aber auch schon heute Mittag ankommen. Alternativ könnten die Preise auch nach dem typischen deutlichen Mittagssprung nicht wieder schnell absinken.

Hintergrund: Tankrabatt und Weitergabe

Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai. Für ihn wurden die Steuern auf Benzin und Diesel um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Die Tankstellen sind nicht verpflichtet, dies weiterzugeben, die Branchenverbände en2x und bft haben zuletzt aber stets betont, dass dies erfolgt sei. Die Monopolkommission und das Ifo-Institut sahen in Untersuchungen allerdings Defizite bei der Weitergabe.

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