Schon jetzt steigen die Spritpreise: Tankstellenvertreter Herbert W. Rabl ist außer sich. „Ich könnte kotzen“, sagte er gegenüber BILD. Ab dem 1. Juli endet der Tankrabatt, und Diesel sowie Benzin werden wieder teurer. Die Preise an den Zapfsäulen steigen bereits jetzt spürbar an.
Ende des Tankrabatts: Was bedeutet das für Autofahrer?
Der Tankrabatt, der im Juni eingeführt wurde, senkte die Spritpreise um rund 30 Cent pro Liter. Mit dem Auslaufen dieser Maßnahme zum 1. Juli fallen die Steuersenkungen weg. Experten erwarten einen Preisanstieg von etwa 30 bis 40 Cent pro Liter. Viele Autofahrer tanken bereits jetzt verstärkt, um von den noch günstigen Preisen zu profitieren.
Herbert W. Rabl, Vorsitzender des Bundesverbands Freier Tankstellen, zeigt sich entsetzt: „Die Bundesregierung lässt die Autofahrer im Stich. Die Preise werden explodieren, das ist eine Katastrophe.“ Er kritisiert die kurzfristige und unausgewogene Politik.
Reaktionen aus der Politik
Die Diskussion um die Spritpreise reicht bis in die Politik. CSU-General Martin Mayer forderte bereits zuvor, den Spritpreis um 50 Cent zu senken. „Scholz darf nicht zum Mangelkanzler werden“, warnte er mit Blick auf die steigenden Energiepreise. Auch andere Politiker äußern sich besorgt über die Belastung für Verbraucher.
Die Bundesregierung verteidigt das Ende des Tankrabatts mit Hinweis auf die Haushaltslage. Finanzminister Christian Lindner betonte, die Steuerausfälle seien nicht dauerhaft zu verkraften. Kritiker werfen der Regierung jedoch vor, die Bürger allein zu lassen.
Praktische Tipps zum Spritsparen
Angesichts der steigenden Preise suchen Autofahrer nach Möglichkeiten, Geld zu sparen. Tankstellen-Radar zeigt, wie viel Aufschlag an verschiedenen Stationen verlangt wird. Mit diesen Tipps können Sie trotzdem sparen: Vergleichen Sie die Preise vor der Fahrt, tanken Sie abends oder am Wochenende, und fahren Sie vorausschauend, um den Verbrauch zu senken.
Ein weiterer Trend ist der Tanktourismus: Niederländer tanken bereits jetzt vermehrt in Deutschland, da die Preise hier trotz des Rabattendes noch vergleichsweise günstig sein könnten. Die Grenzregionen profitieren davon, während die Verbraucher im Inland leiden.



