Das Auslaufen der Steuersenkungen für Kraftstoffe hat am Mittwoch zu einem deutlichen Preisanstieg an den Tankstellen geführt. Nach Angaben des ADAC verteuerten sich Benzin und Diesel im bundesweiten Mittel zur Mittagszeit um bis zu 20,4 Cent pro Liter.
Preissprung nach Ende der Steuervergünstigung
Der Tankrabatt, der die Spritpreise für Autofahrer über mehrere Wochen hinweg entlastet hatte, lief zum 1. Juli 2026 aus. Bereits am ersten Tag nach dem Ende der Maßnahme zeigte sich die Wirkung: Die Kraftstoffpreise schnellten in die Höhe. Laut ADAC stiegen die Preise für Super E10 um 18,7 Cent und für Diesel um 20,4 Cent im Vergleich zum Vortag.
ADAC: Preisanstieg erwartet
Der Automobilclub hatte bereits im Vorfeld vor einem solchen Preissprung gewarnt. „Das Ende des Tankrabatts führt zwangsläufig zu einer spürbaren Mehrbelastung für Autofahrer“, erklärte ein ADAC-Sprecher. „Die Steuersenkung hatte kurzfristig Entlastung gebracht, aber nun kehren die Preise auf das Niveau vor der Maßnahme zurück.“
Auswirkungen auf Verbraucher
Für viele Autofahrer bedeutet der Anstieg eine zusätzliche finanzielle Belastung. Bei einem durchschnittlichen Tankvolumen von 50 Litern kommen pro Tankfüllung Mehrkosten von rund 9,35 Euro für Super E10 und 10,20 Euro für Diesel zusammen. Der ADAC rät Autofahrern, die Preise vor dem Tanken zu vergleichen und gegebenenfalls auf günstigere Tankstellen auszuweichen.
Hintergrund: Tankrabatt als Entlastungsmaßnahme
Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Teil eines Entlastungspakets beschlossen, um die hohen Energiepreise abzufedern. Die Steuersenkung auf Benzin und Diesel galt für drei Monate und sollte Autofahrer um rund 35 Cent pro Liter entlasten. Allerdings war die Maßnahme umstritten, da ein Teil der Entlastung nicht bei den Verbrauchern ankam, sondern von den Mineralölkonzernen einbehalten wurde.
Kritik an der Maßnahme
Experten und Verbraucherschützer hatten den Tankrabatt von Anfang an kritisiert. Sie bemängelten, dass die Entlastung nicht zielgerichtet sei und vor allem Vielfahrer und Gutverdiener profitierten. Zudem habe der Rabatt kaum Anreize gesetzt, Sprit zu sparen oder auf alternative Antriebe umzusteigen. Der ADAC forderte stattdessen eine dauerhafte Senkung der Energiesteuer und mehr Unterstützung für Pendler.



