Tankrabatt endet: Spritpreis steigt ab 1. Juli um 16,7 Cent
Tankrabatt endet: Spritpreis steigt um 16,7 Cent

Der sogenannte Tankrabatt läuft nach zwei Monaten heute aus. Ab dem 1. Juli gilt für Benzin und Diesel wieder die reguläre Energiesteuer. Das bedeutet einen Preisanstieg von 16,7 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer. Der Grund: Für Sprit, der ab dem 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, wird die alte, höhere Steuer fällig.

Preisanstieg erst ab Mittag spürbar

Der Tankstellenverband bft rechnet damit, dass sich die höheren Steuern erst am Mittag des 1. Juli an den Zapfsäulen bemerkbar machen. Denn die Preise dürfen nur um 12:00 Uhr mittags angehoben werden, nicht um Mitternacht, wenn der Steuerrabatt endet. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen also erst ab Mittag mit höheren Kosten rechnen.

Der Tankrabatt war eingeführt worden, um die Bevölkerung nach dem starken Anstieg der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs zu entlasten. Der Bund schätzte die Kosten auf rund 1,6 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium mitteilte. Die tatsächlichen Kosten der Steuerentlastung werden jedoch erst in mehreren Monaten bekannt sein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bundeskartellamt warnt vor überhöhten Preisen

Zum Ende des Tankrabatts hat der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, die Tankstellenbranche vor unverhältnismäßig hohen Preisaufschlägen gewarnt. „Unternehmen dürfen die Situation nicht dazu nutzen, Preiserhöhungen vorzunehmen, die sich sachlich nicht rechtfertigen lassen“, sagte Mundt bei der Jahres-Pressekonferenz seiner Behörde in Bonn. „Entsprechenden Hinweisen werden wir konsequent nachgehen.“

Das Bundeskartellamt wird die Preisentwicklung an den Tankstellen genau beobachten. Sollten unangemessene Preissprünge festgestellt werden, drohen den betroffenen Unternehmen wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration