Die Erdbeerernte in Thüringen ist in dieser Saison mit rund 442 Tonnen so gering ausgefallen wie seit Jahren nicht. Nach ersten Schätzungen des Thüringer Landesamts für Statistik wurden 316 Tonnen weniger Erdbeeren geerntet als im Vorjahr – ein Rückgang von 42 Prozent. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025 hat sich die Erdbeerernte sogar fast halbiert (minus 48 Prozent).
Spargelernte: Weniger Fläche, aber höherer Ertrag pro Hektar
Die Spargelernte fiel mit rund 1.371 Tonnen ebenfalls geringer aus: 15 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Verglichen mit dem Vorjahr wurden jedoch 30 Tonnen mehr gestochen – ein Plus von zwei Prozent. Die Anbaufläche für Spargel ist in Thüringen seit Jahren rückläufig. Im vergangenen Jahr sank sie um acht Prozent auf 222 Hektar. Gleichzeitig stieg der Ertrag pro Hektar um elf Prozent auf 6,2 Tonnen, womit er wieder das Niveau des langjährigen Mittels erreicht. Die angegebene Menge umfasst die gesamte Feldabfuhr, unabhängig von der späteren Vermarktbarkeit.
Erdbeeren: Weniger Fläche und geringere Ernte pro Hektar
Die Anbaufläche für Erdbeeren im Freiland ging im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 80 Hektar zurück. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre wurden in Thüringen auf 103 Hektar Erdbeeren geerntet. Anders als beim Spargel sank gleichzeitig die Ernte pro Hektar: Die Betriebe schätzen die Ernte für das laufende Jahr auf 5,6 Tonnen je Hektar – knapp ein Drittel weniger als im Vorjahr und mehr als ein Drittel weniger als im langjährigen Mittel.
Witterung als Hauptgrund für geringe Erdbeerernte
In der Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik heißt es, die Betriebe begründen die geringere Ernte mit der Witterung. Das Frühjahr war zunächst kalt, zudem führten regional auftretender Starkregen und Hitze zu geringeren Erträgen. Die Kombination aus Kälte, Nässe und Hitze habe die Erdbeerpflanzen beeinträchtigt.



