Tinte oder Laser? So drucken Sie am umweltfreundlichsten
Tinte oder Laser? Umweltfreundlich drucken

Die größte Umweltbelastung beim Drucken entsteht nicht etwa durch Tinte oder Papier, sondern bereits bei der Herstellung der Geräte selbst. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Ökobilanz der Stiftung Warentest (Ausgabe 8/26). Wer also die Umwelt schonen möchte, sollte seinen vorhandenen Drucker so lange wie möglich nutzen – notfalls auch reparieren, anstatt ein neues Modell zu kaufen.

Langlebigkeit ist entscheidend

Laut der Stiftung Warentest ist die Produktionsphase eines Druckers für den Großteil der Umweltauswirkungen verantwortlich. Je länger ein Gerät in Betrieb bleibt, desto besser verteilen sich diese Emissionen auf die gesamte Nutzungsdauer. Ein Drucker, der nach wenigen Jahren ersetzt wird, verursacht daher eine deutlich schlechtere Ökobilanz als ein Gerät, das über viele Jahre hinweg genutzt wird. Die Experten raten deshalb: Vor einem Neukauf sollte man prüfen, ob sich eine Reparatur lohnt.

Tinten- vs. Laserdrucker: Die Unterschiede

Steht dennoch ein Neukauf an, kommt es auf die Drucktechnik an. Für Farbdrucke schneiden Tintendrucker ökologisch besser ab als Laserdrucker. Der Grund: Die Herstellung von Tintengeräten ist weniger aufwendig und verursacht geringere Umweltfolgen. „Die Produktion eines Tintendruckers belastet die Umwelt weniger als die eines Lasermodells“, so die Tester. Wer jedoch ausschließlich schwarz-weiß druckt, sollte zu einem reinen Schwarzweiß-Laserdrucker greifen. Diese Geräte weisen in der Ökobilanz sogar einen leichten Vorteil gegenüber Farb-Tintendruckern auf.

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Der richtige Drucker für Ihre Bedürfnisse

Ein weiterer Tipp der Stiftung Warentest: Wer nur selten scannt, sollte kein Kombigerät kaufen. Die Scan-Funktion erhöht den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und wird oft kaum genutzt. Stattdessen reicht für gelegentliche Scans auch das Smartphone aus. Unabhängig von der Drucktechnik verbessert die Verwendung von Recyclingpapier die Ökobilanz deutlich. Auch der beidseitige Druck (Duplex) ist empfehlenswert, insbesondere für Viel-Drucker. Bei dieser Nutzergruppe ist das Papier der größte Faktor für Umweltbelastungen im laufenden Betrieb.

Stromverbrauch und Einsparpotenziale

Bei Laserdruckern können Nutzer Strom sparen, indem sie das Gerät bei Nichtgebrauch vollständig vom Netz trennen. Die meisten Modelle verfügen über einen Kippschalter dafür. Anders bei Tintendruckern: Sie sollten nicht vom Netz getrennt werden, da sie sonst bei jedem Neustart den Druckkopf mit Tinte durchspülen. Das würde den Tintenverbrauch unnötig erhöhen. Wer beim Drucken Geld sparen möchte, muss zwei Faktoren abwägen: den Anschaffungspreis des Druckers und die Folgekosten für Tintenpatronen oder Tonerkartuschen. Der Kaufpreis ist offensichtlich, die Verbrauchskosten zeigen sich erst mit der Zeit. Im Test variierten die Kosten für ein A4-Foto zwischen wenigen Cent und mehreren Euro – allein für Tinte oder Toner! Drucker, die günstige Druckkosten bieten, sind in der Anschaffung meist teurer. Wer viele Fotos oder Grafiken druckt, spart langfristig dennoch. Wer dagegen nur wenige Textseiten pro Jahr druckt, kann trotz höherer Tintenkosten mit einem günstigen Gerät besser fahren.

Zusammengefasst: Die umweltfreundlichste Wahl ist es, den alten Drucker so lange wie möglich zu nutzen. Bei Neukauf schneiden Tintendrucker für Farbdrucke besser ab, reine Schwarzweiß-Laserdrucker für Monochromdrucke. Kombigeräte nur kaufen, wenn die Scan-Funktion wirklich benötigt wird. Und immer auf Recyclingpapier und Duplexdruck setzen – das senkt die Umweltbelastung deutlich.

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