Bei einer Verkehrskontrolle in Neustadt an der Weinstraße hat ein 37-jähriger Autofahrer versucht, einen Drogentest mit Toilettenwasser zu verfälschen. Die Polizei durchschaute die Täuschung, weil das Wasser kalt war – anders als Urin. Der Mann stand nicht nur unter Alkoholeinfluss, sondern hatte auch Kokain und Cannabis konsumiert.
Toilettenwasser statt Urin: So flog die Täuschung auf
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend, wie die Polizei mitteilte. Bei der Kontrolle zeigte der Fahrer zunächst das Foto des Führerscheins eines Angehörigen – einen eigenen Führerschein besaß er nicht, wie er später zugab. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 0,81 Promille.
Bei einem Drogentest mittels Urin unternahm der Mann gleich zweimal den Versuch, das Ergebnis zu verfälschen. Er füllte den Becher mit Wasser aus der Toilette. „Toilettenwasser ist – anders als Urin – kalt. Daran sei den Beamten die Täuschung aufgefallen“, sagte eine Polizeisprecherin der dpa.
Dritter Versuch: Polizisten stellen sicher, dass Urin abgegeben wird
Beim dritten Versuch stellten die Polizisten sicher, dass der Mann tatsächlich in den Becher urinierte. Das Ergebnis zeigte: Er stand nicht nur unter Alkoholeinfluss, sondern hatte auch Kokain und Cannabis konsumiert.
Laut Polizei kommen auf den 37-Jährigen nun mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. Den Fahrzeugschlüssel übergaben die Beamten einem Bekannten.
Weitere Täuschungsversuche während der Kontrolle
Bereits zuvor hatte der Fahrer versucht, die Polizisten zu täuschen: Er zeigte das Führerscheinfoto eines Angehörigen, anstatt seinen eigenen auszuhändigen. Nach Angaben der Polizei gab er später zu, keinen Führerschein zu besitzen. Der Alkoholtest bestätigte den Verdacht auf eine Alkoholfahrt mit 0,81 Promille.
Die Polizei warnt vor den Gefahren von Drogen und Alkohol am Steuer. „Wer unter dem Einfluss von Substanzen fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer“, betonte die Polizeisprecherin.
Mehrere Verfahren gegen den Fahrer
Neben der Trunkenheitsfahrt und dem Drogenkonsum kommen auf den Mann auch die Täuschungsversuche hinzu. Die Polizei leitete mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Der Fahrzeugschlüssel wurde an einen Bekannten übergeben, um eine Weiterfahrt zu verhindern.
Der Vorfall zeigt, dass die Beamten bei Verkehrskontrollen geschult sind, um Täuschungsmanöver zu erkennen. „Unsere Polizisten sind erfahren und kennen die Tricks der Fahrer“, so die Sprecherin.



