CO2-Ausstoß in Baden-Württemberg 2025 um 4,4 Prozent gestiegen
CO2-Ausstoß in BW 2025 um 4,4 Prozent gestiegen

Nach einem leichten Rückgang in den Vorjahren sind die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg 2025 wieder gestiegen. Das Statistische Landesamt schätzt, dass rund 64 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt wurden – 2,7 Millionen Tonnen mehr als 2024, ein Anstieg um 4,4 Prozent.

Klimaziele in Gefahr

Damit droht das Land seine selbstgesteckten Klimaziele zu verfehlen. Derzeit liegt der Ausstoß rund 30 Prozent unter dem Referenzwert von 1990. Um das Ziel für 2030 zu erreichen, müssten die Emissionen in den nächsten vier Jahren um die Hälfte sinken, so die Statistiker.

Das Klimaschutzgesetz des Landes sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu reduzieren. Bis 2040 soll Baden-Württemberg klimaneutral sein – dann dürfte nur noch so viel CO2 ausgestoßen werden, wie gebunden werden kann.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Energiesektor als Haupttreiber

Hauptgrund für den Anstieg ist der Energiesektor. Dort stieg der CO2-Ausstoß vor allem, weil mehr Steinkohle in der Stromerzeugung verfeuert wurde. Damit wurden wetterbedingte Rückgänge bei Wasser- und Windkraft sowie der höhere Strom- und Heizbedarf wegen kühlerer Witterung ausgeglichen.

Im Gebäudebereich stiegen die Emissionen ebenfalls wegen der kühlen Heizperiode. Dagegen sanken die Emissionen der Industrie – Grund sind die schwache Konjunktur und eine geringere Produktion.

Verkehrssektor mit Hoffnungsschimmer

Im Verkehrssektor gingen die Emissionen zurück. Die Statistiker sehen den Grund nicht nur in weniger Gütertransporten wegen der Wirtschaftslage, sondern auch im Pkw-Verkehr: Immer mehr Elektrofahrzeuge senken den CO2-Ausstoß.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration