Eine Gruppe engagierter Eltern setzt sich mit Nachdruck für den Erhalt der von Schließung bedrohten Kindertagesstätte „Am Heiligen See“ in Potsdam ein. Sie werfen der Stadtverwaltung mangelnde Transparenz vor und fordern eine klare Perspektive für die Einrichtung. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Kita steht noch aus, doch der Träger, das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF), hat bereits ein mögliches Aus zum 31. Juli 2027 ins Spiel gebracht.
Petition und öffentlicher Druck
Die Elterninitiative hat eine breite Kampagne gestartet, die eine Petition, Flyer und Aufsteller in Wartezimmern umfasst. Bereits Anfang Juni machte eine besorgte Mutter das Thema in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung öffentlich. Seitdem wächst der Druck auf die politischen Entscheidungsträger. „Wir fühlen uns von der Stadt im Stich gelassen. Es gibt keine klaren Informationen, warum die Kita geschlossen werden soll und welche Alternativen es gibt“, zitiert die Initiative eine beteiligte Mutter.
Hintergrund der drohenden Schließung
Die Kita „Am Heiligen See“ ist eine von mehreren Einrichtungen in Potsdam, deren Zukunft ungewiss ist. Der Träger EJF begründet die mögliche Schließung mit wirtschaftlichen und strukturellen Gründen. Nach Angaben des EJF stehe das Datum 31. Juli 2027 für das Aus im Raum. Die Eltern befürchten, dass eine Schließung nicht nur die Betreuungsplätze gefährdet, sondern auch die soziale Infrastruktur im Stadtteil schwächt. „Die Kita ist ein zentraler Anlaufpunkt für Familien. Eine Schließung wäre ein herber Verlust“, so ein Vater, der anonym bleiben möchte.
Forderungen an die Stadt
Die Eltern fordern von der Stadt Potsdam eine transparente Kommunikation und eine verbindliche Zusage für den Erhalt der Kita. Sie verweisen auf den bestehenden Bedarf an Betreuungsplätzen und die lange Warteliste für die Einrichtung. „Es kann nicht sein, dass eine gut funktionierende Kita einfach aufgegeben wird, ohne dass die Eltern rechtzeitig informiert werden“, erklärte ein Sprecher der Initiative. Die Stadtverwaltung hat bisher keine konkreten Aussagen zur Zukunft der Kita gemacht. Die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wird mit Spannung erwartet.
Auswirkungen auf Familien
Sollte die Kita tatsächlich geschlossen werden, wären rund 100 Kinder und ihre Familien betroffen. Viele Eltern müssten sich um eine alternative Betreuung bemühen, was angesichts des ohnehin knappen Angebots an Kitaplätzen in Potsdam schwierig werden könnte. „Wir haben uns bewusst für diese Kita entschieden, wegen des pädagogischen Konzepts und der Lage. Ein Wechsel wäre für unsere Kinder eine große Belastung“, sagte eine Mutter. Die Elterninitiative plant, den Druck aufrechtzuerhalten und weitere Aktionen durchzuführen, um eine Lösung zu finden.



