Die Stadt München hat die Eisbachwelle im Englischen Garten ab sofort wieder zum Surfen freigegeben. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erließ eine angepasste Allgemeinverfügung, die das Surfen für geübte und erfahrene Flusssurfer auf eigene Gefahr zwischen 5:30 und 22:00 Uhr erlaubt. Voraussetzung ist die Nutzung einer selbstlösenden Sicherheitsleine, um Unfälle wie den tödlichen Vorfall im vergangenen Jahr zu verhindern.
Krause zeigte sich erfreut über die Wiedereröffnung und betonte, das Surfen am Eisbach sei Teil des Münchner Lebensgefühls. Die Natur habe mitgespielt, die Welle sei wieder da. Die Stadt warnte jedoch, dass illegale Befestigungen oder Vandalismus an der Beschilderung zu einer erneuten Sperrung führen könnten.
Der erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft Surfen in München, Franz Fasel, begrüßte die Entscheidung. Er sagte, die Stimmung sei super, nach vielen Vorversuchen in den letzten Monaten habe man nun die beste Lösung gefunden. Mutter Natur habe die Welle wieder in Gang gebracht.
Hintergrund der Sperrung war der Tod einer 33-jährigen Surferin im vergangenen Jahr, deren Leine sich unter Wasser verfangen hatte. Eine konkrete Unfallursache konnte nicht ermittelt werden. Nach einer zwischenzeitlichen Freigabe hatte der damalige Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Surfen erneut verboten. Zudem war die Welle nach der Bachauskehr im Herbst verschwunden, woraufhin Unbekannte mehrfach künstliche Hindernisse einbrachten, die wieder entfernt wurden. In dieser Zeit wurde illegal weitergesurft.



